Betrüger bei eBay wegen mehr als 1000 Betrugsfällen verurteilt

Mehrere Hundert eBay-Kunden hat ein 29-Jähriger über Jahre hinweg getäuscht. Nun muss er für seine Betrügereien für sechs Jahre und elf Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Marburg verurteilte den Mann letzten Donnerstag in 1.072 Betrugs-Fällen.

 

Der gebürtige Marburger hatte nach Ansicht der Richter von Paraguay aus zwischen 2006 und 2011 alleine, aber auch mit Hilfe angeworbener, naiver „Verkaufs- und Finanzagenten“ nicht vorhandene Artikel bundesweit an Käufer versteigert. Die Opfer erleichterte er insgesamt um etwa 300.000 Euro.

An den Taten beteiligt war unter anderem auch seine Ex-Frau, die dafür schon verurteilt wurde. Die „Agenten“ stammten aus ganz Deutschland. Er warb sie über ein Netz von Tarnfirmen an. Dafür schaltete er Stellenanzeigen für angebliche 400-Euro-Jobs. Die „Mittelsmänner“ boten via eBay dann die nicht vorhandenen Waren an. Das von den Opfern überwiesene Geld schickten sie nach Paraguay.

Nach dem Beklagten war mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet worden. 2012 kam er in Haft. Bis April 2014 saß er in Paraguay ein, da er vorab der Auslieferung widersprochen hatte. Er hoffte in Paraguay glimpflich davon zu kommen Die Bedingungen in dem Gefängnis seien hart und extrem gewesen. Diese Zeit wird auf seine Haftstrafe angerechnet. Das Gros der Strafe gilt damit als verbüßt.

Der Mann hatte schon zu Beginn des Prozesses Anfang Juli 2014 die Gaunereien gestanden und Geldsorgen als Beweggrund genannt.


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