Sammelklage gegen eBay wegen mangelhafter Kommunikation nach dem Hackerangriff

Sammelklage gegen eBay wegen Hackerangriff

eBay sieht sich in den USA einer Sammelklage gegenüber. Damit muss sich der Konzern nun endlich mit den Folgen des Hackerangriffs vom Frühjahr 2014 auseinandersetzen. Collin Green aus Louisiana möchte in seinem und im Namen anderer von der Sicherheitslücke betroffener Kunden in einer Sammelklage gegen eBay vorgehen.

In der Anklage wird eBay unter anderem vorgeworfen, zu lange gewartet zu haben, bis man die Kunden über das Sicherheitsleck informiert habe.

Es sei eine „gewinnorientierte Entscheidung“ eBays gewesen, die dazu geführt habe, dass die eBay-Kunden nicht sofort reagieren konnten, um Schaden von sich abzuwenden und rechtzeitig auf Gefahren reagieren zu können.

Zudem wird eBay vorgeworfen, die Nutzer-Daten nicht ausreichend geschützt zu haben.

Der Hackerangriff fand Ende März/ Anfang April 2014 statt. eBay jedoch machte diesen erst am 21. Mai 2014 öffentlich.

Green hat eine Schwurgerichtsverhandlung beantragt. Sollten die Ansprüche der Sammelkläger anerkannt werden, droht eBay eine Schadensersatzzahlung von über 5 Millionen Dollar.

Schon Ende Mai 2014 kündigten US-amerikanische und britische Behörden eine Untersuchung des Hackerangriffs an. Es gehörten dazu US-Handelsaufsicht FTC, die US-Bundesstaaten Connecticut, Florida und Illinois und die britische Datenschutzbehörde ICO. Sie bezeichnete den Vorfall damals „äußerst ernsthaft”.


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