Mobile Shopping: Umsätze mobiler Geräte gewinnen an Bedeutung

Immer mehr Verbraucher verfügen über ein Smartphone oder ein Tablet, dieser Trend schlägt sich auch im E-Commerce nieder. Viele Onlineshops reagieren auf diese Entwicklung und konzipieren passende Websites, die ein komfortables Einkaufen ermöglichen. Zahlen belegen: Diese Investitionen rentieren sich.

Eine Studie des Preisvergleichsportals Idealo kommt zum Resultat, dass bereits die Mehrheit der Shops eine M-Shopping-Strategie realisiert hat. In Deutschland haben 68 % der Händler ihr Angebot auf mobile Endgeräte optimiert. Damit hängt der deutsche Markt die italienische und polnische Konkurrenz deutlich ab, dort beträgt der Anteil nur 50 % bzw. 46 %. Auf dem ersten Rang findet sich Großbritannien mit einer Quote von 86%, auch Frankreich und Spanien liegen mit jeweils 74 % vor Deutschland.

Die Autoren der Studie analysieren zudem, in welcher Form die Shops die Optimierung vornehmen. Drei Möglichkeiten kommen infrage:

Mobile Website: Bei diesem Typ entwickeln Händler spezielle Websites für mobile Endgeräte. Im Vergleich zum gewöhnlichen Shop gestalten sie die Seiten schlanker, zudem lassen sie sich intuitiv bedienen. In Deutschland setzt über die Hälfte der Anbieter auf dieses Prinzip. Das erklärt sich mit dem geringen Entwicklungsaufwand.

Responsive Website: Diese Shops passen sich je nach Endgerät an. Es handelt sich nicht um separate Angebote, sondern um eine Homepage. Auch diese Variante führt dazu, dass Nutzer von Smartphones und Tablets leicht durch den Shop surfen und bestellen können. Bisher bevorzugen aber nur wenige Händler Responsive Design, in Deutschland unter 10 %. Das liegt am komplexen Entwicklungsprozess, Shops müssen viel Geld investieren. Dafür erweisen sich solche Homepages im Betrieb als günstiger, Unternehmen müssen nur eines statt zwei separaten Angeboten betreuen.

Shopping-App: 50 % der deutschen Shops bieten zusätzlich eine App, die meisten stellen diese sowohl für iOS als auch für Android zur Verfügung. Apps bestechen durch mehrere Vorteile: So lassen sie sich auch bei Unterbrechungen der Online-Verbindung bedienen, zudem lassen sich Apps mit der Hardware kombinieren. Bei der Zalando App des gleichnamigen Modehändlers, erhältlich für iOS, Adroid und WindowsPhone, können Nutzer zum Beispiel das Outfit von Personen fotografieren und nach ähnlichen Kleidungsstücken im Shop suchen.

Die Shops, die bereits auf M-Shopping setzen, haben die richtige Entscheidung getroffen. Viele Daten beweisen, dass sie damit auf eine starke Nachfrage und ein noch größeres Potenzial treffen. Laut dem Bundesverband des deutschen Versandhandels nutzten 2013 40 % der Smartphone-Besitzer ihr Gerät zum mobilen Einkaufen. Insgesamt erreichte das Umsatzvolumen über Smartphones und Tablets in diesem Jahr 4,9 Milliarden Euro, mehr als 10 % aller Onlinehandel-Bestellungen. Vor allem das Wachstum beeindruckt: Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 380 %. Auch bei einzelnen Händlern, die offensiv Mobile-Shopping-Marketing betreiben, lässt sich der Erfolg in Zahlen belegen. Der Modehändler Zalando verzeichnete Ende 2013 35 % aller Shop-Besuche über mobile Geräte.

 


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