Luxusgüterkonzern Moët Hennesy Louis Vuitton und eBay haben sich geeinigt

Der jahrelang anhaltende Rechtsstreit zwischen eBay und dem Luxusgüterkonzern Moët Hennesy Louis Vuitton (LVMH) scheint nun beendet. Nachdem der Oberste Gerichtshof in Paris im Mai 2012 bereits eine Entscheidung aus dem Jahr 2008 teilweise wieder rückgängig gemacht hatte, haben sich die beiden Konzerne jetzt geeinigt. Details zum Vergleich wurden nicht mitgeteilt. Zukünftig wollen LVMH und eBay zusammen den Kampf gegen Plagiate aufnehmen.

„Die Verbraucher sollen weltweit in einem  sicheren digitalen Umfeld einkaufen können“, so Michael Jacobsen, Senior Vice President und Chefanwalt von eBay, sowie Pierre Godé, Vice President von LVMH. Alle laufenden Gerichtsverfahren seien eingestellt worden.

eBay wurde von der Gruppe Moët Hennesy Louis Vuitton beschuldigt, den Handel von gefälschten Markenwaren nicht ausreichend verhindert zu haben. Den gleichen Vorwurf musste sich eBay schon im Rechtstreit mit Hermès International gefallen lassen, der damals zu Ungunsten von eBay ausging.

Im Juni 2008 verurteilte ein französisches Gericht eBay wegen des Vertriebs von Plagiaten zur Zahlung von 38,8 Millionen Euro. Die Summe wurde jedoch später herabgesetzt. Im Jahr 2009 musste eBay weitere 1,7 Millionen Euro an die Luxusgüter-Gruppe zahlen. eBay wurde erneut vorgeworfen, den Verkauf von Kosmetikartikeln und Parfums der LVMH-Marken nicht unterbunden zu haben.

eBay erklärte stets hochmoderne Filtersoftware zu nutzen, um die Millionen von Angeboten zu kontrollieren, die täglich weltweit auf der Plattform eingestellt werden.


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