Apotheken im Netz

Der Gesundheitsmarkt in Deutschland boomt und immer mehr Marktteilnehmer wollen sich diesen Trend zum Vorteil machen. Gerade Apotheker geraten dabei zunehmend unter Druck, müssen sich teilweise neu positionieren und auf immer anspruchsvollere, kritischere und besser informierte Kunden einstellen.

Seit einiger Zeit sind Versand-Apotheken online präsent und versenden ihre Medikamente binnen weniger Klicks der Kunden, ob rezeptfrei oder rezeptpflichtige (bei Vorlage des Originalrezepts) Arzneimittel. Die qualitativen Unterschiede in puncto Beratung, Service und Preise zwischen der Apotheke vor Ort und Online-Apotheken hat Stiftung Warentest schon unter die Lupe genommen. Auffälliges Fazit war dabei, dass beide Apotheken im Test ihrer Beratungspflicht zu wenig nachkommen. Dabei schnitt sogar die Online-Apotheke etwas besser ab, weil der Versender Wechselwirkungen von Medikamenten besser erkannte, als der örtliche Konkurrent. Auch bietet die Online-Apotheke im Vergleich einige Preisvorteile, zumindest den rezeptfreien Medikamenten gegenüber. Die rezeptpflichtigen sind hingegen nach dem Bundesgerichtshof (BGH) an einen deutschlandweit einheitlich festgelegten Preis gebunden. Auch EU-Versandapotheken ist es verboten, Rabatte auf rezeptpflichtige Arzneien anzubieten. So soll ein Preiskampf bei wichtigen Medikamenten verhindert werden, damit Kranke nicht erst die günstige Alternative suchen müssen. Denn der heutige Verbraucher steht bei gesundheitlichen Beschwerden vor so einigen Fragen. Ist es notwendig, einen Arzt zu konsultieren oder reicht eine Auskunft bei der Apotheke? Wenn ja, welche Apotheke bietet dann quantitative Beratung und wer ist noch vertrauenswürdig?

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Kriminelle Betreiber von Online-Apotheken

Spiegel-Online warnte bereits 2012 vor kriminellen Online-Apotheken Betreibern, die mit gefährlichem Klebstoff, Lacken oder sogar Gift Tabletten strecken und äußerlich vom Original nicht zu unterscheiden sind. Ralf W. und Franz R. machten das große Geld mit illegalem Absatz von Potenzmittel an anonyme Kunden. Eingekauft haben sie die Ware in Asien und über einen Londoner Postverteiler schließlich bis ins Ruhrgebiet geliefert. Die Verbrecher machten innerhalb von 2,5 Jahren 2,3 Millionen Euro. Dabei geht der Handel weit über Produkte wie Sexpillen hinaus. Von Schlankmachern bis hin zu starken rezeptpflichtigen Schmerzmitteln. Das illegale Geschäft funktioniert, dabei wissen viele Kunden oftmals gar nicht, was in den scheinbar harmlosen Pillen, anstatt des eigentlichen Wirkstoffs, steckt. Im günstigen Fall hat man es nur mit Zucker und Mehl zu tun, im schlechten auch mit gefährlichen Chemikalien. Darum ist es umso wichtiger, sich ausreichend über den Anbieter zu informieren.

Merkmale seriöser Online-Apotheken

Seriöse Online-Apotheken sind an verschiedenen Merkmalen zu erkennen. Zum einen sollte sie nach dem deutschen Recht öffentlich zugelassen sein, ihren Firmensitz in Deutschland haben oder zu einer anderen in Deutschland niedergelassenen Apotheke gehören, so wie Medipolis zur Saale Apotheke Jena gehört. Die Website sollte über ein vollständiges Impressum verfügen und wird von einem in Deutschland approbierten Apotheker geführt. Ganz wichtig ist es darauf zu achten, welche Produkte angeboten werden. Meist erkennt man gefälschte Apotheken schnell an Medikamenten, die in Deutschland gar nicht verkehrsfähig und zugelassen sind. Unseriös ist es auch, wenn die Versandapotheke kein ärztliches Rezept für die verschreibungspflichtigen Medikamente verlangt. Dann kann man in jedem Fall davon ausgehen, es mit Betrügern zu tun zu haben.

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Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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