Verdi ist nun auch bei Zalando aktiv

Nachdem die Gewerkschaft Verdi seine Kampfansage an Amazon Deutschland gerichtet hat, ist schon der nächste E-Commerce-Anbieter an der Reihe. Auch bei Zalando will sich Verdi breitmachen. Wie unter anderem Reuters berichtet, sei Verdi aktuell damit beschäftigt „Kollegen bei Zalando zu organisieren“.

Verdi will die Muskeln spielen lassen

Verdi will auch bei Zalando die Muskeln spielen lassen

Die Gewerkschaft kritisiert, dass es bei Zalando keine Betriebsräte gebe und zudem der Stundenlohn deutlich unter dem vom Konkurrenten Amazon liege (Einstiegslohn Amazon 9,55 Euro).

Ein Zalando-Sprecher bestätigte, dass man aktuell keine Betriebsräte habe, da es den Wunsch bei den Mitarbeitern momentan auch nicht gebe. Es seien auch nur wenige Zalando-Mitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert. Grund für das Fehlen von Betriebsräten, so Verdi, sei unter anderem, dass es bei Zalando fast nur befristete Arbeitsverträge gebe, so dass es für die Arbeitnehmer nicht einfach sei, sich zu organisieren. Er bestätigte, dass der Anteil von Arbeitnehmern mit Einjahresverträgen im Verteilzentrum Erfurt mit rund 2.000 Beschäftigten bei rund 80% liege. Das sei unter anderem darin begründet, dass das Verteilzentrum noch in den Kinderschuhen stecke und Mitarbeiter anfangs grundsätzlich nur befristet eingestellt würden.

Der Zalando-Sprecher hob jedoch hervor, dass man sich nicht gegen Betriebsräte sperre. Er erklärte weiter, dass man zu Gesprächen mit der Gewerkschaft bereit sei. In Erfurt habe es bis dato allerdings noch keine solche Anfrage von Verdi gegeben.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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