Die sieben schlimmsten Fallen für E-Commerce-Einsteiger

Der Onlinehandel wächst und wächst, hat im Jahr 2013 laut Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) ein Rekordvolumen von 39,1 Milliarden Euro erreicht. Doch wer erfolgreich sein will, muss sich anstrengen: Mangelhafte Technik, obskure Internetadressen, Designschnitzer oder fehlende Kenntnisse zur Selbstvermarktung sind nur einige der Hürden, die Einsteigern immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Frank Hümmer ist Leiter des E-Commerce-Consultants-Teams des Onlinemarktplatzes Rakuten, auf dem in Deutschland inzwischen über 7.000 Händler ihre Produkte vertreiben. Er nennt die sieben häufigsten Anfängerfehler und gibt Tipps, wie sie vermieden werden können.Die sieben schlimmsten Fallen für E-Commerce-Einsteige

1. Sparen bei Technik und Service

Ein Onlineshop, der nicht online ist, verdient kein Geld. Einsteiger, die keine Erfahrung mit der Erstellung und Pflege von Webseiten haben, sollten sich einen Hostinganbieter mit gutem technischem Support suchen. Auch bei der Shop-Software sollte auf die Verfügbarkeit von Support geachtet werden – Open Source-Systemen fehlt dieser in der Regel.

2. Eine URL, die niemand kennt

Kreative Namen machen sich in der Fußgängerzone gut, doch im Internet zählt Suchmaschinenoptimierung (SEO). Eine Internetadresse (URL) sollte sprechend gewählt sein und Begriffe enthalten, die das Sortiment charakterisieren. Achtung: Markennamen sind hier aus rechtlichen Gründen tabu. Wer sich einen Shop auf einem Onlinemarktplatz einrichtet, hat den Vorteil, dass dieser bereits eine hohe Relevanz für Suchmaschinen besitzt.

3. Jeder kann Design

Das Vertrauen möglicher Kunden hängt stark von einem seriösen Auftritt ab. Dazu gehören zum Beispiel professionelle Farbschemata und Typografie sowie Produktbilder, die pro Artikel aus verschiedenen Perspektiven vorliegen sollten. Für das Shop-Layout bieten Shop-Systeme in der Regel Vorlagen zur Auswahl. Full-Service-Partner passen ihre Templates laufend nach Design- und Conversion-Gesichtspunkten an und sind damit besonders erfolgversprechend.

4. Das große Warten auf den Kunden

Erfolg im E-Commerce erfordert eine aktive Bewerbung des eigenen Shops. Schlüsselelemente sind zum Beispiel die Anbindung an Preis- und Produkt-suchmaschinen und die Pflege des Kundenbestands durch Aktionsangebote und E-Mail-Marketing. Wie bei der Pflege des Shops selbst sind hier Spezialwissen und die richtigen Tools notwendig – auch hier können Partner helfen, die solche Services im Paket anbieten.

5. Die Rechtslage habe ich im Griff

Der Online-Handel unterliegt besonderen rechtlichen Anforderungen, denen Händler gerecht werden müssen. Mitte 2014 wird beispielsweise das Widerrufsrecht europaweit geändert. Die Geschäftsbedingungen eines Shops müssen damit fortlaufend angepasst werden. Entweder Händler setzen hier auf eine verlässliche Rechtsberatung oder arbeiten mit Partnern, die solche Anpassungen automatisch vornehmen.

6. Ziel Kaufabschluss

Ist der Warenkorb der Kunden voll, sind Händler noch nicht am Ziel. In 24 Prozent aller Fälle brechen Kunden laut Institut für Handelsforschung Köln den Kauf ab, wenn sie nicht ihre bevorzugte Bezahlmethode vorfinden. Händler müssen deshalb von Anfang an eine Reihe von Zahlungsoptionen anbieten – die bei Shoppern beliebtesten Wege sind laut der jüngsten bvh-Erhebung Rechnungskauf und Bankeinzug. Gegen Zahlungsausfälle beim Rechnungskauf können sich Händler absichern.

7. Abwicklung ist nur Formalität

Auch mit der Bestellung ist der nachhaltige Erfolg eines Shops noch nicht sichergestellt – nur wenn es mit der Logistik klappt, kommen Kunden wieder. Beim Warenversand hat sich inzwischen ein hoher Grad an Transparenz für den Kunden etabliert: Bestätigungen für Kauf, Zahlungseingang und Versand mit Tracking-Code sind nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Die Zahlungsabwicklung muss zuverlässig organisiert sein, die gewählte Shop-Software sollte Schnittstellen für Logistik und Kundenkommunikation bieten.Die sieben schlimmsten Fallen für E-Commerce-Einsteiger

Die Tipps, wie Händler Stolperfallen bei Shop-Technik, Design und Auftragsabwicklung umgehen kommen von Rakuten.

Die sieben schlimmsten Fallen für E-Commerce-Einsteiger was last modified: by

Ähnliche Beiträge

E-Commerce Berlin Expo 2017 – ein internationales Treffen der Branche Am 2. Februar fand die zweite Edition der E-Commerce Berlin Expo statt. Das Event hat die wichtigsten Teilnehmer der Branche versammelt, hauptsächlich aus den Bereichen: Online-Marketing, E-Shop-Software, Hosting & Cloud Computing, Cross-Channel-Technologie, E-Payment, Digital Marketing und Logi...
Förderprogramm „Unternehmer der Zukunft“: Händler machen große Schritte auf dem Weg zum di... Die 23 kleinen Unternehmen, die vor 120 Tagen in das Förderprogramm „Unternehmer der Zukunft“ von Amazon und WirtschaftsWoche gestartet sind, gehen in den Endspurt beim Auf- und Ausbau ihres Online-Geschäfts. Die Teilnehmer arbeiten aktuell mit ihren E-Commerce-Coaches an der Umsetzung ihrer Ziele. ...
Erfolgreich in den Onlinehandel starten – aber wie? Erfolgreich in den Onlinehandel starten - aber wie? Laut bvh-Prognose stiegen die E-Commerce-Umsätze auch im Jahr 2013 um 22 Prozent. Ein Onlinemarktplatz kann für viele Inhaber von Ladengeschäften ein guter Einstieg in den Onlinehandel sein. Doch welchen wählen? Rakuten, Anbieter eines Marktpla...
Tradition ist kein Geschäftsmodell! Roboter melken Kühe, Handwerker arbeiten mit VR-Brille statt mit Zollstock, in Büros gibt es dank einer besseren Vernetzung ein effizienteres Arbeiten und Kommunizieren, Händler liefern die Lebensmittel an die Haustür und eine App berichtet über freie Parkplätze in der City: Die Digitalisierung find...
EHI-Studie zu Versand- und Retouren im E-Commerce Gut findet sie niemand, vermeiden können sie die Wenigsten – Retouren belasten den Onlinehandel je nach Branche unterschiedlich schwer. Obwohl die Händler mitunter großen Aufwand betreiben, schafft es ein nicht unerheblicher Teil der zurückgesandten Artikel gar nicht wieder in den Verkauf. Allein di...
Als Amazon Verkäufer nutzen Sie einen der besten Nebenjobs der Welt In der heutigen Zeit geht es manchmal einfach nicht mehr ohne Nebenjob. Entweder sind die hauptsächlichen Einnahmen zu klein oder die Wünsche zu groß. In jedem Fall haben immer mehr Menschen das Bedürfnis, sich etwas hinzuzuverdienen. Wenn man aber schon auf einen Nebenverdienst angewiesen ist, dann...

Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

Beitrag teilen:


Kategorien: Onlinehandel allgemein

Schlagworte:, , , , , , , , , ,