Interaktiver Handel so stark wie nie

Interaktiver Handel so stark wie nie

Interaktiver Handel so stark wie nie

Die Untersuchung „Interaktiver Handel in Deutschland“ basiert auf der Befragung von 40.000 Konsumenten zu ihrem Kaufverhalten im Online- und Versandhandel. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) hat am 18. Februar 2014 die Ergebnisse seiner Studie „Interaktiver Handel in Deutschland 2013“ präsentiert.
 Durch eine Anpassung bei der Erhebungsmethode sei die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen 2013 und 2012 nur bedingt möglich, teilte der bvh mit.

Der Erfolg des Interaktiven Handels, das heißt des Mulitchannel Online- und Versandhandels, ist laut Studie weiterhin ungebrochen. Das Wachstum der Branche gegenüber dem Jahr 2012 war deutlich höher als in den Vorjahren und lag mit 22,9% erstmals seit Durchführung der Studie vor acht Jahren über 20%. Die Branche erzielte einen Gesamtumsatz mit Waren von 48,3 Milliarden Euro. Auch der steuerbereinigte Anteil am gesamten Einzelhandel stieg auf den neuen Spitzenwert von 11,2%

Gerade das Internet-Geschäft mit Waren machte im Jahr 2013 noch einmal einen enormen Sprung: Allein von 2012 zu 2013 wurde im E-Commerce-Bereich eine Umsatzsteigerung auf 39,1 Milliarden Euro realisiert. Das entspricht einem prozentualen Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 41,7%. Bei den Bestellmedien liegt das Internet vorne. Lag 2012 der Umsatzanteil hier noch bei 70,2%, sind es 2013 bereits 81%.

Der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Kauf im Interaktiven Handel liegt darin, dass Frauen mit einem Umsatzanteil von 53,4% Platz eins belegen. Sie stehen für einen Jahresumsatz von 25,8 Milliarden Euro. Männliche Kunden bringen es auf 22,5 Milliarden Euro. Frauen generieren ferner die meisten Umsätze durch größere Warenkörbe als ihre männlichen Pendants, denn sie kaufen auch oft für ihre Familie ein.

Betrachtet man den Versandhandelsumsatz mit Waren, rangieren auf Platz eins die Online- Marktplätze mit einem Umsatz von 26,7 Milliarden Euro. Das zeigt, wie groß die Bedeutung vom Amazon & Co ist. Es folgen die Multichannel-Versender mit einem Umsatz von 14,0 Milliarden Euro. Auf Platz drei befinden sich die Internet-Pure-Player mit einem Umsatz von 5,6 Milliarden Euro.

Bei den reinen Online-Umsätzen mit Waren lagen ebenfalls die Online-Marktplätze auf Rang eins mit einem Umsatz von 26,0 Milliarden Euro. Auf Platz zwei liegen die Multichannel-Versender mit einem Umsatz von 7,4 Milliarden Euro, gefolgt von den Internet-Pure-Playern mit einem Umsatz von 4,7 Milliarden Euro.

Der größte Umsatzbringer im Interaktiven Handel war im Jahr 2013 die Warengruppe Bekleidung. Deren Umsatzvolumen lag bei insgesamt 11,6 Milliarden Euro. Platz zwei belegt die Kategorie Bücher mit einem Umsatz von 5,3 Milliarden Euro. An dritter Stelle rangieren die Unterhaltungselektronik und Elektronikartikel mit einem Umsatz von 4,0 Milliarden Euro.

Auch digitale Güter wie Flugtickets, Pauschalreisen, Tickets für Veranstaltungen oder Fahrkarten im Wert von 10,6 Milliarden Euro wurden im Jahr 2013 online gekauft. Für 2013 ergab sich damit eine Umsatzsteigerung von rund 9,3% bei den digitalen Gütern.

Die Gesamt-Ausgaben der Kunden im Internet 2013 lag bei 49,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Gesamtanstieg für Online-Waren und digitale Güter von rund 33% im Vorjahresvergleich.

Der Erfolg des Interaktiven Handels werde sich auch im Jahr 2014 fortsetzen, so der bvh. Aktuell schätzt er das Umsatzwachstum mit Waren auf 15,4% beim gesamten Interaktiven Handel.
Das entspricht 55,8 Milliarden Euro. Das E-Commerce-Volumen mit Waren wird 2014 voraussichtlich um 24,8% wachsen. Das entspricht einer Umsatzzahl von 48,8 Milliarden Euro im reinen Online-Handel.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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