Zalando: Umsatz auf 1,8 Milliarden Euro angestiegen

Zalando steigerte im Geschäftsjahr 2013 den Nettoumsatz um rund 600 Millionen Euro und damit um über 50% auf 1,8 Milliarden Euro. Insbesondere der erfolgreiche Ausbau der bestehenden Kategorien Schuhe und Bekleidung in den Kernmärkten sowie die starke Entwicklung der 2012 neu etablierten Märkte haben das Wachstum vorangetrieben.

Zalando ist auch 2013 schneller als der Markt gewachsen und hat in allen regionalen Märkten Marktanteile gewonnen. In der Kernregion DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) setzte Zalando seine starke Entwicklung fort und erreichte erstmalig einen Nettoumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. In den internationalen Regionen ist der Nettoumsatz jeweils im hohen zweistelligen Bereich gewachsen. Insbesondere die sieben 2012 neu etablierten Märkte haben sich erfolgreich entwickelt und das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf mehr als 70% in der ersten Jahreshälfte 2013 angehoben.

Trotz des ungebrochenen Trends zum Onlineshopping sah sich die Modebranche in Kontinentaleuropa im Jahr 2013 mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. Der späte Start in den Sommer und ein milder Winter führten zu hohen Preisnachlässen im Markt mit entsprechendem Druck auf die Margen.

Der Kundenstamm wuchs weiterhin stark an: Zum Jahresende verzeichnete Zalando mehr als 13 Millionen aktive Kunden, die in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal bei Zalando eingekauft hatten. 2012 waren es knapp über 9 Millionen.

Trotz kräftigem Umsatzwachstum verzeichnet die EBIT-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) ein Minus von etwa 6,7% im Gesamtkonzern. Die Margenentwicklung wurde im Wesentlichen von zwei Effekten beeinflusst: Erstens war auch Zalando im Jahr 2013 mit schwierigen Wetterbedingungen konfrontiert. Diese führten zu hohen Preisnachlässen im Markt, was die Margen unter Druck setzte. Zweitens hat sich Zalando entschieden, strategische Initiativen als Grundlage für weiteres Wachstum und ein verbessertes Kundenerlebnis auch in 2013 fortzusetzen. Dies führte zu Anlaufkosten u.a. in den Bereichen Logistik und Technologie. So wurde 2013 die gesamte Logistikkapazität mehr als verdoppelt.

In der Kernregion DACH hat Zalando auch im Jahr 2013 den Break-even auf EBIT-Ebene erreicht und ist weiter stark gewachsen. Zalando hat das hohe Serviceversprechen aufrechterhalten und bietet weiter kostenfreie Lieferungen und Rückversand. Die durchschnittliche Retourenquote blieb stabil bei rund 50%.

Zalando verfügt mit mehr als 350 Millionen Euro über eine komfortable Netto-Liquidität, um auch zukünftiges Wachstum zu finanzieren.

Zunehmende Mobilnutzung der Kunden

Um die Führungsposition im sich schnell ändernden Marktumfeld weiter auszubauen, richtet sich Zalando aktiv auf die zunehmende Mobilnutzung seiner Kunden aus. Optimierte Zalando Shops für das mobile Einkaufen sind inzwischen in allen 15 Märkten verfügbar. Für den deutschen Markt wurden ferner Apps für Android und iOS Geräte entwickelt. Zum Jahresende 2013 kamen bereits mehr als 35% der Besuche der Zalando Shops von Mobilgeräten, einschließlich Tablets.

Hinsichtlich eines Börsengangs erklärte Geschäftsführer Rubin Ritter gegenüber Welt Online, dass es eine „mögliche interessante Option für die Zukunft sein könnte.“

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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