Bundesländervergleich hinsichtlich Weihnachtseinkäufen: Nordrhein-Westfalen am großzügigsten

Die Menschen aus Nordrhein-Westfalen geben für Präsente am meisten aus: Über 36% lassen sich die Geschenke mehr als 300 Euro kosten. Damit haben sie den Spitzenplatz inne, wie eine aktuelle, repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Paketdienstleisters Hermes aufzeigt(Durchführungszeitraum: KW 47/2013, 1.043 Personen ab 18 Jahren wurden online befragt).

Bundesländervergleich hinsichtlich Weihnachtseinkäufen: Nordrhein-Westfalen am großzügigsten

Im Süden Deutschlands schaut man genauer aufs Geld: In keinem anderen Bundesland kaufen mehr Menschen Weihnachtsgeschenke von maximal 50 Euro als in Baden-Württemberg (rund 21%). Spitzenreiter im Last-Minute-Shopping sind die Hamburger und Thüringer. Die Brandenburger hingegen kaufen besonders frühzeitig ein: 35% haben schon Ende November die meisten Geschenke besorgt.

Schaut man auf den deutschen Durchschnitt, wird deutlich: Die Bundesbürger sind an Weihnachten grundsätzlich gerne gebefreudig. Jeder Fünfte gibt zwischen 200 und 300 Euro für Geschenke aus, bis zu 400 Euro investiert sogar jeder Zehnte.

Rund 39% der Deutschen sagen, dass sie an Weihnachten für ihre Kinder das meiste Geld ausgeben. Besonders die Brandenburger stechen hervor: Hier bescheren mehr als 70% ihre Kinder am reichsten. Die Bremer hingegen landen bei dieser Frage bundesweit auf dem letzten Platz, denn nur 12,5% der Hanseaten geben für ihre Kinder das meiste Geld aus. Sie beschenken stattdessen den Partner/die Partnerin am teuersten (rund 63%). Die Sachsen-Anhalter wiederum sind bundesweit auf Platz 1, wenn es um die Gaben für ihre Mütter geht: Fast 17% kaufen für sie die teuersten Geschenke.

Das Gros der Deutschen (61%) kauft die Geschenke traditionell in der Adventszeit. Noch früher geht man in Brandenburg auf Geschenke-Jagd: Fast 35% haben schon im November alle Präsente beziehungsweise den Großteil davon erworben. Die Hamburger und Thüringer lassen sich indessen Zeit: Im Bundestrend teilen sich die beiden Länder den ersten Platz. Jeweils rund 16% sagen, dass sie die Geschenke erst kurz vor dem Fest kaufen

Online-Shopping ist in Schleswig-Holstein am beliebtesten. Im nördlichsten Bundesland kaufen rund 97% ihre Geschenke im Netz – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Am unpopulärsten ist der Internet-Einkauf in Bremen: Nur knapp 40% der Einwohner sind im Web zum Geschenke kaufen unterwegs.

Bundesweite Spitze sind die Bremer aber beim Einkauf im Einzelhandel: Rund 93% der Hanseaten besorgen ihre Geschenke in Ladengeschäften. Am wenigsten im Einzelhandel tummeln sich hingegen die Rheinland-Pfälzer (nur 64%). Der Einkauf auf dem Weihnachtsmarkt spielt für die meisten Deutschen kaum eine Rolle. Nur ein größerer Teil der Einwohner aus Mecklenburg-Vorpommern (23%) und Berlin (21,5%) ersteht Präsente dieses Jahr auf Weihnachtsmärkten in deutschen Städten. Nur drei von hundert Deutschen kaufen nichts, sondern basteln die Geschenke selbst.

Fast jeder dritte Deutsche vertraut auf die Lieferfristen der Paketdienste und verschickt seine Geschenke erst kurz vor Heiligabend. Die Saarländer sind hier führend: 40% der Bewohner des kleinsten Flächenbundeslandes versenden erst kurz vor dem 24. Dezember. 50% der Bremer schickt die Geschenke schon Wochen vorher auf die Reise.