Warum Amazon im Weihnachtsgeschäft die Nase vorn haben könnte

Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen. Amazons Dominanz im E-Commerce-Handel und das zu erwartende Wachstum im Online-Handel lässt vermuten, dass Amazon sehr starke Ergebnisse im vierten Quartal 2013 erzielen wird. Auch wenn es Mitbewerber gibt, wie beispielweise Wal-Mart, Best Buy, Target und andere, wird Amazon von seinen wachsenden Prime-Mitgliedschaften und den wettbewerbsfähigen Preisen profitieren, so Trefis.com

Laut der National Retail Federation (NRF) werden 2013 die Weihnachtsverkäufe um 3,9% auf 602 Milliarden Dollar ansteigen. Das Wachstum liegt damit über dem vom vergangenen Jahr und auch über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Mit ein ausschlaggebender Faktor für dieses Wachstum: Die Retailer werden immer wettbewerbsfähiger hinsichtlich ihrer Preise, was auch am wachsenden Wettbewerb mit Amazon liegt.Warum Amazon im Weihnachtsgeschäft die Nase vorn haben könnte

Laut shop.org werden die Online-Verkäufe im November/Dezember 2013 um 13 bis 15%, auf einen Wert von 82 Milliarden Dollar ansteigen. Das feuert ebenfalls Amazons Wachstum an. Der Internet-Gigant rechnet im vierten Quartal mit einer Umsatzsteigerung von 10 bis 25%. Doch Trefis rechnet mit einer Steigerung von weit über 20%.

Amazons Umsatzwachstum lag im dritten Quartal 2013 bei 24% und damit am höheren Ende des im zweiten Quartal gegebenen Ausblicks. Das sei ein Beweis für die Dominanz auf dem globalen E-Commerce-Markt. Während sich eBay besorgt über den sich verlangsamenden E-Commerce-Markt in den USA zeigte, scheint Amazon davon nichts zu spüren. Amazon profitiert weiterhin von seinem außerordentlich großen Angebot und einem attraktiven Preismodell. Ferner erntet Amazon Vorteile von der wachsenden Mitgliederschaft seines Prime- Lieferprogramms und dem Anstieg der Online-Verkäufe im Bereich Bekleidung und der Basiskonsumgüter.

Amazon Prime hatte bis Ende März 2013 mehr als 10 Millionen Prime-Mitglieder. Und Amazon selbst teilte mit, dass mehrere Millionen an Prime-Mitgliedschaften bis zum Ende des dritten Quartals 2013 hinzugekommen seien. Das bringt nicht nur Einnahmen durch die Mitgliedsgebühr. Erhebungen haben ergeben, dass Prime-Kunden dazu tendieren zweimal so viel einzukaufen wie Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft. Das Wachstum könnte sich noch weiter steigern, denn Amazon investiert verstärkt in seinen Streaming-Content, um mehr Käufer anzuziehen. Der Konzern hat erkannt, dass Prime-Kunden, die in den USA für 79 Dollar Jahresgebühr auch Zugang zu den Streaming-Inhalten haben, loyaler sind und auch häufiger Cross-Käufe tätigen.