Deutsche werden durchschnittlich 288 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgegeben

Insgesamt möchten 90% der Deutschen ihre Lieben zu Weihnachten mit Geschenken verwöhnen. Durchschnittlich werden 288 Euro ausgegeben und damit 3 Euro mehr als 2012. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage kann der Handel daraus mit einem zusätzlichen Umsatzvolumen von etwa 15,2 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft rechnen (+2%).

Deutsche werden durchschnittlich 288 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgegeben
Je nach Alter und Einkommen geben die Verbraucher erwartungsgemäß unterschiedlich viel für Präsente aus. Die 14- bis 24-Jährigen planen in diesem Jahr mit 122 Euro ein deutlich geringeres Budget ein als noch 2012 (136 Euro). Auch die 35- bis 54-Jährigen werden zum Teil deutlich weniger Geld ausgeben. Dafür steigt das Budget der 25- bis 34-Jährigen deutlich um 41 Euro auf 254 Euro. Die Senioren werden mit durchschnittlich 354 Euro ebenfalls etwas mehr für Geschenke aufwenden.

Sehr unterschiedlich verteilt ist das Ausgabeverhalten auch über die verschiedenen Einkommensstufen hinweg. So wollen sowohl die Verbraucher mit einem Haushaltsnettoeinkommen von bis zu 1.500 Euro als auch diejenigen mit über 3.500 Euro ihre Ausgaben für Geschenke in diesem Jahr um jeweils 5 Euro auf 202 Euro beziehungsweise 391 Euro steigern. Haushalte mit 1.500 Euro bis 2.500 Euro Nettoeinkommen wollen durchschnittlich 10 Euro mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Familien mit 2.500 Euro bis 3.500 Euro verfügbarem Einkommen planen wie im letzten Jahr 307 Euro für Geschenke ein.

Gaben die Ostdeutschen im vergangenen Jahr noch 2 Euro mehr aus als die Westdeutschen, werden sie in diesem Jahr mit durchschnittlich 269 Euro 17 Euro weniger für Weihnachtsgeschenke investieren.

Bücher werden mit 42% am häufigsten unter dem Weihnachtsbaum liegen. Im Jahr 2012 waren das jedoch noch 2 Prozentpunkte mehr. Dafür werden im Schnitt 40 Euro ausgegeben, 1 Euro weniger als im letzten Jahr. Laut GfK-Berechnungen ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von rund 1,06 Milliarden Euro für den Buchhandel.

Am zweithäufigsten wird Spielzeug geschenkt. Vor allem die Elterngeneration der 25- bis 44-Jährigen sowie die Großeltern zwischen 65 und 74 Jahren wollen dem Nachwuchs damit Freude bereiten. Die Ausgaben werden sich auf durchschnittlich 77 Euro belaufen. Für den Handel ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von 1,65 Milliarden Euro.

Den dritten Rang der meist gekauften Geschenke belegen Kleidung und Accessoires. Gut ein Drittel der Deutschen hat diese Artikel auf dem Einkaufszettel stehen. Der Handel kann mit einem Umsatz von 1,86 Milliarden Euro rechnen. Das sind 9 Millionen weniger als 2012. Im Schnitt wollen die Verbraucher 90 Euro für Bekleidung und Accessoires ausgeben.

Auch Kosmetikartikel und Parfüm stehen in der Beliebtheit sehr weit oben (26%). Vor allem die 14- bis 24-Jährigen finden diese Geschenke passend für Freunde und Familie. Im Durchschnitt geben die Verbraucher dafür 54 Euro aus. Der Handel kann mit einem Umsatz von 865 Millionen Euro rechnen, 1 Million Euro weniger als letztes Jahr.

Viele Deutsche verschenken Bargeld sowie Gutscheine. Mit durchschnittlich 221 Euro fallen vor allem die Bargeschenke sehr großzügig aus. Mit knapp 46% bevorzugt vor allem die ältere Generation der über 65-Jährigen dieses Präsent. Gutscheine werden dagegen vor allem von jungen Menschen bis 34 Jahre gekauft. Insgesamt werden dafür durchschnittlich 96 Euro, 7 Euro mehr als im vergangenen Jahr eingeplant. Insgesamt kann mit einem Gutscheinvolumen von 1,44 Milliarden Euro gerechnet werden. Darin enthalten sind unter anderem auch Gutscheine für Restaurants oder Reisen sowie für Besuche in einem Kosmetik- oder Fitnessstudio beziehungsweise einer Sauna.

Etwas beliebter als im letzten Jahr sind mit 23% Lebensmittel und Getränke. Vor allem die Jugend sucht in diesem Bereich Geschenke aus. Sie geben dafür im Schnitt 48 Euro aus und damit deutlich mehr als noch 2012. Der Handel kann hier einen Umsatz von 704 Millionen Euro einplanen.

DVDs, CDs und Blu-rays liegen nicht mehr ganz so oft unter dem Weihnachtsbaum. Dafür geben die Deutschen mit 37 Euro 2 Euro mehr als im letzten Jahr aus. Besonders beliebt sind diese Geschenke bei den jüngeren Menschen. Für den Handel ergibt sich daraus ein Volumen von 418 Millionen Euro.

Abos und Veranstaltungstickets als Geschenke sind leicht gestiegen (14%). Da für sie mit 95 Euro 10 Euro mehr als im vergangenen Jahr bezahlt wird, kann auch der Handel mit einem steigenden Umsatz von 816 Millionen Euro rechnen.

Auf dem zehnten Platz liegen in diesem Jahr Schmuck und Uhren. Mit durchschnittlich 117 Euro greifen die Verbraucher bei diesem Geschenk tiefer in die Tasche als noch 2012. Da aber nur noch 13% der Deutschen Schmuck oder Uhren verschenken, kann der Handel lediglich 918 Millionen Euro an Umsatz erwarten. Im letzten Jahr waren es noch 928 Millionen Euro. Vor allem die junge Generation bis 34 Jahre möchte so Wünsche erfüllen.

Besonders viel wollen die deutschen Verbraucher für Handys und Smartphones ausgeben. Zwar planen nur 3% ein Mobiltelefon zu verschenken, werden aber im Schnitt 242 Euro dafür aufwenden. Im vergangenen Jahr waren es nur 120 Euro. Auch für Unterhaltungselektronik geben die Deutschen deutlich mehr aus. Insgesamt möchten 6% ein Geschenk aus diesem Bereich wählen. Im vergangenen Jahr war es 1% weniger. Da sie dafür jedoch durchschnittlich 155 Euro ausgeben, steigt das Umsatzvolumen um 100 Millionen Euro auf 612 Millionen Euro an. Auch Computer, Notebooks und Tablets werden Weihnachten 2013 wieder auf dem Gabentisch liegen. Mit 3% greift ein Viertel weniger als im letzten Jahr zu diesem Geschenk, gibt dafür aber 234 Euro aus. Das sind 30 Euro mehr als 2012.

Auch 2013 bestellen viele Menschen zumindest einen Teil ihrer Geschenke online. Allerdings hat die Reichweite offensichtlich ihren Höhepunkt erreicht. Insgesamt planen 49% der Deutschen, mindestens einen Kauf online zu tätigen. Das ist 1% weniger als vor einem Jahr. Mit großem Abstand liegt weiterhin der Kauf von Abos und Tickets (70%) auf Platz 1, gefolgt von Computer, Notebooks, Tablets (57%) sowie Software (56%). Starke Verluste im Onlinegeschäft erleiden Spielekonsolen (-8%) sowie Foto-Kameras und -zubehör (-6%).

Generell lässt sich feststellen, dass der Online-Handel im Weihnachtsgeschäft stärker ist als in den übrigen Monaten. 2012 kauften ein Fünftel der Menschen mindestens ein Weihnachtsgeschenk online. In den Monaten Januar bis Oktober 2012 war es dagegen im Durchschnitt nur jeder sechste.

Zur Studie

Die Studie „Weihnachtsgeschäft 2013“ basiert auf einer repräsentativen Befragung von 4.143 Personen im Alter von 14 bis 74 Jahre im Individualpanel von GfK. Die Umfrage wurde vom 24. Oktober bis 8. November 2013 durchgeführt.