PayPal Kuba-Kaffee-Blockade: Für den vertretenden Anwalte ist die Sache noch nicht beendet

Nachdem die eBay-Tochter PayPal dem Herzberger Teeladen den PayPal-Account, am 16. Oktober 2013 vorübergehend, eine Woche später endgültig sperrte, ist nun eine Einigung erzielt worden. PayPal hatte das Konto des Teeladens gesperrt, weil dieser die Kaffeesorte „Cuba Turquino“ des deutschen Unternehmens Cafe Cult aus Hamburg vertrieben hatte. Damit ging der Online-Bezahldienst weiter energisch gegen deutsche Händler vor, die mit kubanischen Waren handeln.

Nach Auskunft der Betreiber des „Teeladen Herzberg“ hat PayPal das Konto nun wieder freigeschaltet. Eine Mitarbeiterin PayPals informierte die Ladenbesitzer telefonisch über die auch in Europa praktizierte US-Blockade gegen Kuba.

Für den Anwalt des Teeladen-Betreibers, der mehrfach Streitfälle mit dem Online-Bezahldienst ausgetragen hat, ist die Sache damit noch nicht ausgestanden

Das Vorgehen von PayPal Luxemburg habe viel „mit der Überheblichkeit der amerikanischen Muttergesellschaft zu tun, die glaubt, dem amerikanischen Recht in der ganzen Welt zur Geltung zu verhelfen“, so der in Stuttgart ansässige Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz. Im vorliegenden Fall sei PayPal zumindest vertragsbrüchig, da sie ein Konto ohne hinreichenden Grund gesperrt und damit wissentlich und gezielt in den Geschäftsbetrieb eingegriffen hätten, so der Jurist gegenüber amerika21.de.

Jedoch habe PayPal – wohl im Wissen um das ungesetzliche Vorgehen – bisher immer versucht, ein Urteil zu vermeiden. In der Regel würden die Konten immer wieder freigegeben und böten mitunter der Gegenseite sogar die Kostenübernahme an.

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