Polizei verhaftet 3 Gauner die Fake-Shops betrieben

Drei Männer, die mit mindestens 35 falschen Web-Shops zirka 300.000 Euro ergaunert haben sollen, wurden jetzt von der Polizei dingfest gemacht.

Die 3 Betrüger haben seit Mitte 2011 im Internet ihr Unwesen getrieben. Sie boten in den Internet-Shops in erster Linie Elektronikartikel an. Spiegelreflexkameras, Smartphones oder Laptops gab es in den Online-Shops zu besonders günstigen Preisen. Die Kunden erfuhren erst nach Beendigung der Erstbestellung, dass sie nur per Vorkasse bezahlen können. So wurde etwa 1.200-mal eine Überweisung getätigt, doch die Käufer erhielten ihre georderten und bereits bezahlten Artikel nicht.

Nachdem Opfer der Gauner bei der Polizei Anzeige gegen einen Unternehmer aus Northeim erstatteten, wurde diese erst auf die Betrügereien aufmerksam. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Ermittlungsverfahren ein. Dabei stellte sich dann heraus, dass die wirklichen Fake-Shop-Besitzer die Daten des Unternehmers aus Northeim ungerechtfertigt verwendet hatten, um so ihre eigene Identität zu verbergen.

Die Ermittler konnten jedoch durch die Rückverfolgung von Zahlungstransaktionen und die Überwachung von Telefongesprächen und E-Mails, die Spur zu den Betrügern aufnehmen. Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue wollte gegenüber heise online aus ermittlungstaktischen Gründen weiter Details nicht preisgeben. Der Haupttäter ist deutscher Staatangehöriger, 33 Jahre alt. Er wurde im spanischen Alicante verhaftet. Seine beiden Komplizen wurden zur selben Zeit in Deutschland verhaftet und sitzen jetzt in Untersuchungshaft.


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