Museumsdirektor sieht die Auktion von Schindlers Liste kritisch

Wie berichtet, wird derzeit auf dem amerikanischen Online-Marktplatz eBay eine Kopie der Schindler-Liste angeboten. Bei 3 Millionen US-Dollar liegt der Einstiegspreis und noch gibt es kein Gebot, wie in der Printausgabe des Münchner Merkur Nr.169 zu lesen ist.

Museumsdirektor sieht die Auktion von Schindlers Liste kritisch

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Der Krakauer Museumsdirektor Michal Niezabitowski sieht die Internetversteigerung, die noch bis zum 28. Juli 2013 läuft, jedoch kritisch. Er erklärt, dass das Dokument zwar enorme historische Bedeutung habe, sie 3 Millionen Dollar allerdings nicht wert sei. Die Authentizität des Dokuments bezweifelt er allerdings nicht.

Das Problem sei aber, dass die Originalliste nicht mehr vorhanden sei und die bei eBay USA angebotene Kopie eine von insgesamt 7 Abschriften sei, die während der Evakuierung von Schindlers Fabrik erstellt worden waren.

Von den 4 noch existierenden Listen befänden sich 2 im Yad Vashem Museum in Jerusalem und eine weitere im Washingtoner Holocaust-Museum, so der Museumsdirektor.

Das 14-seitige Schriftstück, datiert aus dem Jahr 1945, listet 801 jüdische Häftlinge mit Namen, Geburtsdatum und Beruf auf.

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Ellen (Redakteur)

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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