Wie kann man vorzeitige Kaufabbrüche verhindern?

Welcher Internet-Händler kennt das nicht? Käufer besuchen die Webseite, suchen nach Produkten, legen ein paar Artikel in den Warenkorb und dann verlassen sie den Web-Shop wieder – ohne einzukaufen. Um einen solchen Abbruch einer Transaktion zu verhindern, sollte man ein paar einfache Regeln beherzigen.

Keine bösen Versand-Überraschungen

Kein Käufer liebt es, wenn beim Checkout erst die Kosten für den Versand auftauchen. Selbst eine geringe Gebühr gibt dem Kunden das Gefühl, hintergangen worden zu sein. Irritiert verlassen sie die Seite und suchen einen neuen Web-Shop mit Gratisversand. Natürlich darf man Kosten für den Versand berechnen, diese sollten jedoch direkt von Beginn an für den Käufer ersichtlich sein.

Wie kann man vorzeitige Kaufabbrüche verhindern?

Aktiv bleiben

Die Verbraucher wollen nicht warten: Eine zu langsam ladende Webseite ist ein großer Nachteil für einen Web-Shop. Die Kunden werden sich abwenden, bevor sie überhaupt das Händler-Angebot gesehen haben. Alles, was länger als ein paar Sekunden dauert, lässt Kunden verloren gehen. Benötigt man viele Graphiken, sollte die Seite so optimiert sein, dass die Bilder effektiv dargestellt werden. Die Besucher müssen sofort Sinn und Zweck der Webseite erkennen. Ist die Seite zu voll gepackt, wird es für den Kunden schwierig pragmatische Informationen von visuellem Content zu trennen.

Navigation auf der Webseite

Die Anzahl der Klicks, die man zwischen der Homepage und den nötigen Informationen macht, sollten auf ein Minimum reduziert werden. Je mehr die Besucher dazu gezwungen werden auf der Seite herumzusuchen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie die Seite wieder verlassen.

Straffung beim Sammeln von Daten

Man sollte sich fragen, welche Daten man von seinen Kunden überhaupt benötigt. Müssen die Besucher sich zuerst anmelden oder können sie ihre Bestellung auch ohne Registrierung aufgeben? Es sollte den Käufern so einfach wie möglich gemacht werden, den Kaufprozess auf der Seite durchzuführen. Technologien, wie zum Beispiel das automatische Ausfüllen der Adresse, können den Checkout-Prozess erheblich verkürzen. Da die meisten Händler auch international ihr Business betreiben ist es wichtig, sich mit einer grenzüberschreitenden Datenbank zu befassen und diese auch in Stand zu halten.

Sicherheit ist Trumpf

Nichts ist wichtiger als Vertrauen. Selbst im Jahr 2013 fühlen sich einige Menschen noch unwohl, wenn sie online einkaufen. Die Kunden tun dies nur, wenn sie sich sicher fühlen und von dem Web-Shop überzeugt sind. Industrie-akzeptierte Protokolle und Standards sind unerlässlich auf der Webseite. Referenzen müssen ebenfalls ganz deutlich sichtbar sein für den Verbraucher. Feedback von Dritten ist ein guter Weg, um die Vertrauenswürdigkeit in die Seite zu fördern. Denn die Kunden vertrauen eher auf Dritte als auf den Verkäufer selbst.

Die Kontaktinformationen sollten komplett vorhanden sein, sodass der  Kunde sich gleich mit dem Händler in Verbindung setzen, wenn erforderlich.

„Mobil“ sein

2013 ist das Jahr des mobilen Marketings. Wenn die Webseite noch nicht für mobile Endgeräte optimiert ist, dann ist es jetzt an der Zeit.

Zwar gibt es keine Wunderwaffe gegen das vorzeitige Beenden einer Transaktion, doch Online-Händler, die die Dinge von verschiedenen Seiten aus angreifen, werden die besten Resultate erzielen. Wie bei vielen anderen kreativen Projekten, ist auch der Aufbau einer Webseite eine Herausforderung. Ausdauer ist in jedem Fall von Nöten!

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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