Amazon expandiert in den USA mit seinem Lebensmittel-Lieferdienst

Der Internet-Gigant testete seinen Lebensmittel-Lieferservice AmazonFresh bereits seit dem Sommer 2010 in Seattle, bevor Amazon Anfang Juli 2010 in Deutschland und kurze Zeit später in Großbritannien seinen Lebensmittel-Online-Handel startete.

Jetzt soll, wie Reuters berichtet der Dienst auch außerhalb der Grenzen Seattles an den Start gehen. Bislang testete Amazon den Service mit frischen Nahrungsmitteln eher im Verborgenen, nun sollen weitere US-amerikanische Städte von AmazonFresh profitieren. Angedacht ist der Start in Los Angeles diese Woche und in San Francisco bis zum Ende des Jahres. Sollten die Probeläufe in den beiden Städten positiv ausfallen, so will Amazon ab 2014 20 weitere Märkte in Angriff nehmen, die auch außerhalb der USA liegen sollen.

Amazons Pläne hinsichtlich der Ausweitung des Lebensmittel-Handels sind verständlich, denn in den USA werden pro Jahr Nahrungsmittel im Wert von über 568 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Auch wenn Amazon den Online-Lebensmittel-Handel schon seit Jahren testet, wird sich das Unternehmen auch Problemen gegenüber sehen. Frische Ware kann leicht verderben oder auf dem Transport beschädigt werden. Zudem benötigt der Internet-Riese zur Lagerung spezielle Kühlhäuser und zur Auslieferung Kühltransporter.

Ob AmazonFresh in Seattle profitabel war weiß man nicht, den Zahlen gab es bislang nicht.

Amazon CEO Jeff Bezos  wurde auf dem diesjährigen Aktionärstag nach dem Business befragt. Er sagte nur, dass das Team bezüglich der Wirtschaftlichkeit im vergangenen Jahr Fortschritte gemacht habe. Es seien viele Versuche gestartet worden, um die richtige Mischung aus Kundenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit zu erreichen

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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