Zalando hebt Stundenlöhne an

finanzierungWie die Berliner Morgenpost berichtet, hat Zalando für die Angestellten seiner Logistikzentren eine Lohnerhöhung bekanntgegeben. Und das mitten im Tarifstreit, der derzeit zwischen Verdi und Amazon ausgetragen wird.

Zalando erhöhte den Einstiegslohn für die Logistikzentren in Erfurt und Brieselang von 8,53 Euro auf 8,79 Euro. Nicht ansteigen wird der Lohn für die Mitarbeiter im brandenburgischen Großbeeren. Hier betreibt ein Dienstleister für Zalando das Lager. In Großbeeren bekommen Mitarbeiter zwischen 7,58 und 7,80 Euro pro Stunde.

Von Zalando heißt es, dass es sich um die „übliche jährliche Lohnerhöhung“ handle und kein Zusammenhang mit dem Konflikt Verdi/Amazon bestehe.

Zalando wird jedoch den Tarifstreit bei Amazon genau im Auge behalten. Ginge es nach Verdi, müsste Amazon einen Stundenlohn nach Tarifvertrag des Versandhandels zahlen [Amazon richtet sich aber nach der Bezahlung in der Logistikbranche]. Nach den Bestimmungen des Einzel- und Versandhandels würde der Einstiegslohn zwischen 11,47 und 11,96 Euro je Stunde in den 8 deutschen Logistikzentren von Amazon liegen. Aktuell zahlt Amazon zwischen 9,65 und 11,12 Euro pro Stunde. Das ist zwar weniger als nach Tarifvertrag für den Versandhandel festgelegt, aber immer noch mehr als bei Zalando üblich.

Zalando führt als Grund für den Lohnunterschied das erst kurze Bestehen des Unternehmens an. Die Gründung von Zalando erfolgte im Jahr 2008. Ferner sei man noch nicht gewinnbringend. Auf lange Sicht allerdings werde man auch den Lohnlevel Amazons erreichen. Der Berliner Versandhändler weist jedoch auch noch daraufhin, dass man zusätzliche Leistungen wie eine Altersvorsorge, Karten für den öffentlichen Nahverkehr und Bestellgutscheine bezahle.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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