Für etwa 29% der Kauftransaktionen in Deutschland wird PayPal zur Bezahlung genutzt

Länderübergreifend gehört der Einsatz kundenfreundlicher Zahlungsverfahren zu den essentiellen Erfolgsfaktoren eines Web-Shops. Die Resultate der aktuellen ECC-Payment-Studie „Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Verbraucher in D-A-CH – IZV“ machen jedoch deutlich, dass es im deutschsprachigen Raum beträchtliche Unterschiede im Zahlungsverhalten der Verbraucher gibt.

In Deutschland zahlen die meisten Konsumenten ihre Internetbestellungen via PayPal. Österreicher und Schweizer nutzen am häufigsten ihre Kreditkarten. Jeder dritte (Österreich) beziehungsweise jeder zweite (Schweiz) Internet-Einkauf wird hier über die Kreditkarte getätigt. Zum Vergleich: In Deutschland wird jeder 8. Kauf mit Kreditkarte beglichen.

Für rund 29% der Kauftransaktionen in Deutschland wird PayPal für den Bezahlprozess genutzt. PayPal, die eBay-Bezahltochter, hat damit ihren Anteil seit der letzten Erhebung vor 2 Jahren in Deutschland annähernd verdoppelt. Die Rechnung schafft es in allen 3 untersuchten Ländern auf Platz 2 der am häufigsten genutzten Bezahlverfahren. In Deutschland wird nach wie vor knapp jeder 5. Online-Kauf über Rechnung abgewickelt. In der Schweiz sogar noch ein wenig mehr. Auch die Lastschrift erreicht mit knapp 15% in Deutschland noch einen wesentlichen Marktanteil und damit noch vor der Kreditkarte den 3. Rang. In Österreich und der Schweiz hingegen kann die Lastschrift diesen Platz nicht behaupten und ist mit 5,7 beziehungsweise 2,2% Marktanteil von deutlich geringerer Bedeutung.

„Die signifikant größere Bedeutung der Kreditkarte in Österreich und der Schweiz lässt sich unter anderem mit der internationalen Einsetzbarkeit des Bezahlverfahrens erklären. In Österreich zum Beispiel wird rund die Hälfte der Internet-Bestellungen in ausländischen Online-Shops getätigt. Hier ermöglicht die Kreditkarte besonders einfach den grenzüberschreitenden Konsum“, erläutert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

In Deutschland hat schon ein knappes Drittel der Befragten mobile Zahlarten (SMS, mpass, etc.) beim Kauf via Smartphone genutzt. Über Amazon Payments hat bereits ein Viertel der Smartphone-Nutzer eingekauft. PayPal führt in Deutschland mit 44,1% auch hier das Feld der genutzten Zahlarten an. In Österreich und der Schweiz haben sich mobile Bezahlverfahren bereits auf Platz 3 der meistgenutzten Zahlungsverfahren über das Smartphone vorgearbeitet. In Österreich werden die meisten mobilen Transaktionen über die Kreditkarte (48,1%) oder PayPal (29,8 %) abgewickelt. Schweizer nutzen für ihren Einkauf mit dem Handy am häufigsten die Kreditkarte (59,5%) und die Zahlung auf Rechnung (28,1%).

„Angesichts der erheblichen politischen Anstrengungen Zahlungssysteme zu europäisieren, ist es wirklich frappierend, wie stark nationale Eigenheiten im Zahlungsverkehr erhalten geblieben sind – und das sogar im angeblich „grenzenlosen“ Internet. Händler mit grenzüberschreitenden Ambitionen werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie diese Unterschiede berücksichtigen“, so Prof. Dr. Malte Krüger von der Hochschule Aschaffenburg.

Die Studie „Der Internet-Zahlungsverkehr aus Sicht der Konsumenten in D-A-CH“ (IZV11) basiert auf einer Befragung von 1.978 Internet-Nutzern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Befragung wurde im Dezember 2012 anonym online durchgeführt. Im Fokus der Erhebung stehen die Sichtweise und Nutzungsgewohnheiten von Internetnutzern zum Thema Online-Payment.


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