PayPal-Chef Marcus: Beim Bezahlen mit PayPal mobile nie wieder Schlange stehen!

PayPal-Chef David Marcus in einem Interview im Handelsblatt: „PayPals neues System, bei dem man per Knopfdruck bezahlen kann, löst ein echtes Problem, das Schlange stehen.“

Handelsblatt Online wollte von Marcus weiter wissen, wie er die Menschen davon überzeugen wolle mit dem Smartphone zu bezahlen, wo die Leute Bargeld so sehr liebten.

David Marcus meinte, dass Deutschland sich in diesem Bereich tatsächlich von anderen Nationen unterscheide. Viele Menschen bezahlten im World Wide Web via Online-Banking oder Lastschrift, außerhalb des Netzes mit Bargeld. Um diese Gewohnheiten zu ändern, müsse man ein wirkliches Problem lösen. PayPal arbeitet daher an Lösungen, mit denen die Menschen Zeit sparen könnten. So beispielsweise kein Warten mehr auf die Rechnung im Restaurant oder kein Schlange stehen in Coffee-Shops.

PayPal Mobile sei zum Beispiel in Frankreich schon im Einsatz. Hier kooperiere man mit McDonalds. Über eine App könne man schauen, wo ein Laden sei und gibt hierüber auch seine Bestellung auf. Im Geschäft angekommen sei die Bestellung an einem Extra-Schalter bereits abholbereit, ohne dass man warten müsse. Die andere Option: Man begleicht im Restaurant seine Rechnung, ohne auf den Kellner warten oder an die Kasse gehen zu müssen. Man drückt einen Knopf und kann das Restaurant verlassen.

PayPal-Chef Marcus: Beim Bezahlen mit PayPal mobile nie wieder Schlange stehen!

Funktionsweise des kontaktlosen Bezahlens

Das kontaktlose Bezahlen funktioniert per Funk. Die Karten mit Girogo-, Paypass- oder Paywave-Technologie sind mit einem speziellen Chip (NFC – Near Field Chip) ausgestattet. Die Daten werden codiert mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, hält man die Karte im Abstand von maximal 4 Zentimetern davor. Die Kreditkarte oder Girocard muss bei diesem Vorgang nicht aus der Hand gegeben werden.

Handelsblatt online: „Wenn ich einfach aus einem Laden heraus spaziere, fühle ich mich aber wie ein Dieb“.

David Marcus hierzu: „Beim ersten Mal fühlt es sich vielleicht komisch an, aber wenn es 20 Minuten kostbare Zeit spart?“ Beim zweiten Mal sei es dann einfach nur bequem. Zudem veränderten die Menschen ihre Gewohnheiten und warum sollten sie das beim Einkaufen nicht auch tun?

Für die Händler heißt das aber: Neue Bezahlsysteme – zusätzliche Kosten.

Eine Menge kleiner Händler verlören Kunden, weil sie nur Bargeld akzeptierten, so Marcus. Die PayPal-Gebühren seien jedoch ähnlich wie die der Kreditkartenunternehmen. Zusammengerechnet seien die Kontogebühren und die für das Kartenlesegerät sehr preiswert. Ein weiterer Vorteil sei die verbesserte Nutzererfahrung: Bei der Bestellung sehe der Verkäufer ein Foto des Kunden und könne ihn auch namentlich begrüßen. So entstünde eine persönliche Verbindung, die in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen sei.

Hinsichtlich der Sicherheit bei elektronischen Bezahlsystemen seien die Deutschen skeptisch. Hier muss noch Überzeugungsarbeit geleistet werden. Aber wie?

Marcus: „Online-Banking ist relativ umständlich und wenn der Händler nicht liefert, ist das Geld weg“. Bei der Verwendung von PayPal erhält niemand Informationen zu den Bankdaten und durch den Käuferschutz erhalte der Kunde eine 100%ige Erstattung, wenn etwas danebengehe. Alles sei eine Frage der Gewohnheit.