eBay wehrt sich vehement gegen die Sales Tax in den USA

eBay hat sich schon mehrfach gegen die Internetsteuer, die in den USA bei Online-Käufen von den Bundesstaaten eingezogen werden soll, ausgesprochen. Aktuell kämpft eBay gegen den Marketplace Fairness Act. Der Marketplace Fairness Act würde den Staaten die Vollmacht geben, von Online-Händlern und Retailern von außerhalb der Bundesstaatengrenze, Steuern einzuziehen, wenn Kunden bei ihnen einkaufen. Derzeit kann er das nur tun, wenn der Verkäufer eine physische Präsenz in einem Staat hat.

eBays Veto richtet sich vor allem gegen die zusätzliche Belastung von kleinen Unternehmen, denen die Internetsteuer das Genick brechen kann.

Viele andere große Retailer darunter auch Amazon oder Walmart oder die National Retail Federation sind Befürworter des neuen Internetsteuergesetztes.

Brian Bieron, eBays Senior Director of global public policy erklärte, wie Donahoe auch schon: „Kein kleines Unternehmen sollte mit einer zusätzlichen neuen Steuer belegt werden. Es gibt keinerlei Nutzen, verglichen mit dem Schaden, der [durch die Steuer] angerichtet würde.“ Vor allem die Retailer, die 2012 weniger als eine Million Dollar an Verkäufen außerhalb ihres eigenen Bundesstaates generierten, sollen von der Steuer befreit werden.

Bieron beklagt, dass die Festsetzung des Betrages von einer Millionen Dollar völlig willkürlich  sei. Die U.S. Small Business Administration habe klarte Definitionen für kleine Unternehmen festgesetzt. So sei beispielsweise eine Firma, die mit Elektronikartikeln handle als „klein“ anzusehen, solange sie nicht den Betrag von 30 Millionen Dollar erreiche – also 30-mal so hoch wie der vom Staat festgesetzte Steuerbefreiungs-Level.

Auch Tod Cohen, eBays vice president and deputy general counsel of Global Government Relations äußert sich zu der Sales Tax: „Kleine Retailer, die das Internet nutzen sind Wegbereiter. Sie nutzen die Technologie um ihr Business zu vergrößern. Sie schaffen Jobs in regionalen Gemeinschaften und bieten den Verbrauchern Alternativen.“

Kleinere Unternehmen, die im Internet Handel betreiben, sollten nur den Steuergesetzen ihres Bundesstaates unterliegen. eBay bittet  daher seine User sich im Action Center zu melden und gegen das neue Gesetz zu votieren.

eBay wollte nicht sagen, wie viele seiner Händler von dem neuen Gesetz betroffen wären. Der Konzern begründete das damit, dass viele seiner Händler auch auf anderen Plattformen Handel betreiben und man  daher nicht wisse, wie viele der Händler über dem Limit lägen.

Das Gesetz soll für die Bundesstaaten den Steuereinzugs-Prozess vereinfachen, doch Bieron argumentiert, dass der Gesetzesvorschlag für Firmen mit begrenzten Geldmitteln viel zu belastend sei.

Amazons VP for global public policy, Paul Misener schrieb in einem Brief an den Senat: „ Ich wollte Ihnen für die Gesetzesvorlage danken, da es den Staaten nun einfacher gemacht wird, von Händlern, die Verkäufe außerhalb der jeweiligen Bundesstaaten-Grenze tätigen, Steuern einzuziehen.

Es gab auch Zeiten, in denen sich Amazon gegen die Internetsteuer ausgesprochen und Paul Misener erklärte, dass die Sales Tax teilweise verfassungswidrig sei und zu hohen Jobverlusten führe.


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