Erste mobile Bezahldienste gehen 2013 in Deutschland an den Start – PayPal auch?

Schon bald könnten Mobiltelefone und Smartphones auch bargeldloses Bezahlen ermöglichen, wenn die ersten mobilen Bezahldienste in Deutschland höchstwahrscheinlich in diesem Jahr an den Start gehen. So wie es auch PayPal CEO für die eBay-Tochter angekündigt hat, ohne ein genaues Datum zu nennen. Damit eröffnet sich den Eignern von Mobiltelefonen, neben SMS und E-Mail, Routenplanung oder der Nutzung sozialer Netzwerke, eine weitere spannende Einsatzmöglichkeit.

Sowohl auf Kundenseite als auch bei Akzeptanzstellen gibt es bedeutende Zielgruppen, die mobilen Bezahlverfahren offen gegenüberstehen. Dies hat das „TNS mPayment Sonar“ ergeben, eine von TNS Infratest gemeinsam mit Industriepartnern durchgeführte Untersuchung zum deutschen Bezahlmarkt. 40% der befragten Konsumenten fallen in diese affinen Segmente, die durch die Studie näher beschrieben werden.

Erste mobile Bezahldienste gehen 2013 in Deutschland an den Start – PayPal auch?

Von den untersuchten Bezahlverfahren finden insbesondere die sogenannten Wallet-Ansätze, das bedeutet das Bezahlen mittels eines „Portemonnaie als App“ auf einem Telefon, bei den Befürwortern mobilen Bezahlens großen Zuspruch. Über ein Viertel der Verbraucher geht davon aus, dass mobiles Bezahlen in 2 Jahren schon eine bedeutsame Bezahlmethode für sie persönlich sein wird. Vor diesem Hintergrund sieht Robert A. Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest und Vizepräsident der Initiative D21 ein gutes Marktpotential für Mobile Payment: „Die Zeit für mobile Bezahlverfahren ist gekommen. Sowohl Konsumenten als auch Unternehmen gehen heute sehr souverän mit digitalen Medien um und sind an diesen innovativen Ansätzen interessiert. Allerdings müssen die neuen Payment-Verfahren gezielt die vorhandenen, jedoch noch nicht ausreichend adressierten Bedürfnisse der Konsumenten aber auch der Unternehmen bedienen.“

Zentrales Element des TNS mPayment Sonars ist die Ermittlung von Bedürfnisstrukturen und kritischen Anforderungen von Konsumenten und Akzeptanzstellen bei Bezahlverfahren. Bei beiden Gruppen lassen sich hier klare Bedürfnisfelder identifizieren, die ein ideales Einsatzgebiet für neue mobile Bezahlverfahren darstellen, da sie von den herkömmlichen Bezahlverfahren bislang nicht angesprochen werden.

Während Konsumenten Bedarf an Premiumdiensten, Bonusprogrammen und smarter Einkaufsunterstützung (z.B. Shop Finder, Preisvergleiche, Produktinformationen) haben, wünschen sich Akzeptanzstellen vor allem Prozesserleichterungen und smarte Services für den Kunden, beispielsweise die automatische Mitnutzung von Coupons, Kundenkarten oder digitalen Quittungen.

Die Studie zeigt ein sehr großes Potential für die neuen mobilen Bezahlverfahren, wenn es klappt, die identifizierten Bedürfnisse der Kunden durch passende smarte mobile Lösungen zu adressieren und die notwendige flächendeckende technische Infrastruktur zu etablieren. Insgesamt könnten zukünftig bis zu 10% der Transaktionen mithilfe mobiler Bezahlverfahren durchgeführt werden.

Für einen umfassenden Blick auf die Bezahlwelt in Deutschland wurden ergänzend die technischen Rahmenbedingungen für das mobile Bezahlen analysiert. So zeigt die Studie bei den Konsumenten neben der Akzeptanz und Kenntnis von mPayment-Schlüsseltechnologien wie NFC oder QR-Codes auch Eigentum und Nutzung mobiler Endgeräte und Datentarife und die genutzten Betriebssysteme. Bei den Akzeptanzstellen wurde ein Schwerpunkt auf die Terminalausstattung und die genutzten Payment-Provider gelegt. Hier zeigen die Analysen den aktuell noch geringen Kenntnis- und Verbreitungsstand von zentralen mPayment-Technologien wie NFC oder QR-Codes in der Bevölkerung auf. Nur 10% der Deutschen kennen zum Beispiel den Begriff „NFC“ und können damit etwas Näheres anfangen.

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