Vorsatz für das neue Jahr für Großbanken: B2B-Zahlungen effizienter machen

Jane Hennessy, Corporate Banking Advisory Board Member von Traxpay, hat sich Gedanken dazu gemacht, wie die großen Herausforderungen und Chancen im Zahlungsverkehr von heute gemeistert werden können. Hier sind drei der größten Probleme, mit denen sich die Branche im kommenden Jahr befassen muss – gemeinsam mit einem einzigen Neujahrsvorsatz, den große Banken verfolgen sollten, um eine Antwort auf diese Fragen zu bekommen:

Vorsatz für das neue Jahr für Großbanken: B2B-Zahlungen effizienter machen

1. Die Auswirkungen der Dodd-Frank

Diese neuen, noch nicht abgeschlossenen Regelungen kosten die Banken viel Zeit und Milliarden von Dollar. Die Aufmerksamkeit auf diese wichtigen Regelungen lässt den Banken wenig Zeit für Differenzierung, zumal es um die Verbesserung der operativen Effizienz oder der Bewältigung der derzeitigen Prioritäten geht, etwa die Notwendigkeit einer Echtzeit-, 24/7-Integration von vollständigen, transaktionsbezogenen Daten und Aufrechterhaltung eines Höchstmaßes an Sicherheit und finanzielle Compliance.

2. Fortschreitende Konsolidierung im Bankensektor

Bankenkonsolidierungen produzieren weniger, größere Banken, was zunehmend zu einemhomogenen Produkt- und Dienstleistungsangebot führt. Die übrigen Banken finden es äußerst schwierig, den Marktanteil zu steigern und das Wachstum ihrer Unternehmenstransaktionen ohne irgendeine Art von Differenzierung zu realisieren. In der Zwischenzeit verlangen Konzerne von den Banken unmögliches. Jemand muss die Situation retten und die benötigten Innovationen in den Banken-Sektor tragen. Der B2B-Zahlungsverkehr ist ein Kandidat, der reif für einen Wandel in diesem Umfeld ist.

3. Das Risiko des Verlustes beim grenzübergreifenden Einfluss

US-Banken sind vor allem gefährdet, ihren Vorteile bei den grenzüberschreitenden Zahlungen zu verlieren, wenn sie, auf Grund der rechtlichen, regulatorischen und sonstigen Anforderungen im eigenen Land, ihr Interesse an dem Rest der Welt aufgeben. Große Banken rund um den Globus werden in der gleichen Position sein, wenn sie sich nicht auf die Bedürfnisse von Firmenkunden konzentrieren. Wettbewerber in Lateinamerika und China werden immer stärker. China hat insbesondere den Vorteil, nicht mit Legacy-Banking-Systemen zu kämpfen; China hat einfach keine Legacy-Systeme. Dadurch kann sich China besser auf die Bedürfnisse des Marktes einstellen, und zwar sehr schnell, ohne alte Systeme und Abläufe auf die neuen Gegebenheiten im Markt anzupassen. Wenn wir wirklich in einer flachen Welt leben und Geschäfte und Handel in der Zukunft wirklich global sind, dann haben US-Banken kein souveränes Recht auf die exklusiven Dienstleister für den US-Markt zu sein. Jeder kann nach dem Markt zu greifen und amerikanische Banken müssen sich differenzieren und die Anforderungen der Unternehmen und des Marktes antizipieren. Globale Zahlungen sind allgegenwärtig und ein guter Ansatz für Differenzierungen.

Es gibt nur einen einzigen Neujahrsvorsatz, der, falls angenommen, diese drei großen Herausforderungen abdecken könnte: Höchste Priorität auf Kundenservice und Zahlungseffizienz legen. Das Konzept ist, dass der Markt vorgibt, was Banken tun. Transparenz, Effizienz und sofortigen Zugriff auf Gelder und Transaktionsdaten sind die Differenzierungsmerkmale, die US-Banken ermöglichen, sind von anderen abzuheben – während sie auf dem gradlinigen und schmalen Pfad der Compliance bleiben.

Vorsatz für das neue Jahr für Großbanken: B2B-Zahlungen effizienter machen was last modified: by

Ähnliche Beiträge

Käuferschutz ist das größte Hindernis im grenzüberschreitenden E-Commerce Neun von zehn befragten E-Commerce-Kunden, die grenzüberschreitend einkaufen, nannten Zahlungsschutz als eines der größten Probleme beim Kauf auf ausländischen Seiten – dies gilt insbesondere für Käufe in China und Brasilien. Das Unternehmen Nielsen Co. führte vom 27. Mai bis 12. Juni 2013 die Un...
PayPal und AliExpress beenden Zusammenarbeit Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, werden die beiden Unternehmen PayPal und AliExpress ab August 2011 getrennte Wege gehen. Ali Express, eine Tochter von Alibaba.com, ist eine B2B-Plattform für internationale Kunden, vorrangig für Kunden aus dem US-amerikanischen Raum, di...
PayPal auf AliExpress eingebunden: Ein weiterer Schritt nach Asien? Alibaba hat sein Schweigen zu den Gerüchten um die Einbindung von PayPal gebrochen und Anfang dieser Woche mitgeteilt, das man damit beginnen würde, PayPal auf AliExpress zu integrieren, so zu lesen im PayPal-Blog. Bei Ali Express handelt es sich um eine B2B-Plattform für internationale Kunden, vor...
Otto Group und JD.com stellen ihren B2B-Marktplatz Zitra ein Seit drei Jahren vermittelt der B2B-Marktplatz Zitra zwischen internationalen Marken und Online-Shoppern. Das gemeinsame Projekt der Otto Group und des chinesischen Riesen JD.com wird jedoch am Ende des Jahres eingestellt. Einer der Partner hat jetzt eine Begründung abgegeben. Otto Group und JD....
Otto Group bietet paydirekt als neues Zahlverfahren an Als erstes Unternehmen der Otto Group wird der Online-Händler OTTO paydirekt, das Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen, integrieren. Kunden des Online-Shops www.otto.de können ihre Einkäufe künftig damit auch direkt von ihrem Girokonto bezahlen. Die Bezahloption wird bis zum ...
Apple Pay wächst um 450 Prozent: Genaue Umsatzzahlen nennt Tim Cook jedoch nicht Deutsche Verbraucher warten noch immer auf die Möglichkeit, an Ladenkassen mit Apple Pay bezahlen zu können. In anderen Ländern erzielt der Bezahl-Dienst große Fortschritte. Unternehmenschef Tim Cook spricht von einem Wachstum von 450 Prozent in dem ersten Quartal. Hierzulande wollen hingegen die tr...

Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

Beitrag teilen:


Kategorien: Alibaba, Etsy & Co., Payment

Schlagworte:, ,