mpass: Lösungen für die direkte Überweisung von Smartphone zu Smartphone

Telefónica Deutschland brachte bereits Ende vergangenen Jahres das mobile Bezahlsystem mpass an den Start. An den star-Tankstellen in Hamburg können Kunden seit Oktober 2012 kontaktlos mit dem Smartphone bezahlen. Voraussetzung dafür ist ein Sticker mit NFC-Chip, der auf dem Mobiltelefon befestigt wird. Für die Kostenkontrolle sorgt die mpass-App.

mpass ist der gemeinsame mobile Bezahlservice von O2, Vodafone und der Telekom. Der Service gestattet sicheres, mobiles und kontaktloses Bezahlen für Mobilfunkkunden aller deutschen Netze. mpass Zahlungen sind im E- und M-Commerce sowie im Einzelhandel möglich. Sensible Kundendaten wie beispielsweise die Bankverbindung des Nutzers werden im Kaufprozess nicht an Dritte übertragen.

Lösungen für die direkte Überweisung von Smartphone zu Smartphone und die digitale Geldbörse

Mit der Anmeldung auf mpass.de erhält der Kunde ein mpass-Konto. Nach Erfassung der Daten im System, wird dem Kunden automatisch ein Sticker mit NFC (Near Field Communication)-Chip zugesandt. Dieser wird auf dem Mobiltelefon befestigt und der Kunde kann einkaufen. Das mobile Bezahlsystem mpass funktioniert überall dort, wo das MasterCardPayPass (TM) Logo zu sehen ist. Abgerechnet wird entweder, indem der Nutzer kann die Beträge per Lastschrift vom Girokonto abbuchen lässt oder sich auf das bei der Anmeldung eröffnete mpass-Konto Guthaben per Überweisung auflädt.

Am 21. Januar 2012 hat Téléfonica Deutschland auf der derzeit stattfinden DLD 2013 bekanntgegeben, dass ab Mitte Februar auch Lösungen für die direkte Überweisung von Smartphone zu Smartphone und die digitale Geldbörse verfügbar sind.

Brieftasche und Bargeld kennen Kinder bald nur noch aus den Geschichtsbüchern“, so René Schuster, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland. „Das mobile Bezahlen mit dem Smartphone ist in Deutschland angekommen. Unsere Kunden überweisen bald Geld von Handy zu Handy und bezahlen über Ihre digitale Geldbörse in den Geschäften.“

Telefónica ermöglicht als erster Netzwerkbetreiber seinen Kunden mit dem Dienst –„mpass Geld senden“ Überweisungen von Handy zu Handy durchzuführen. So kann nahezu in Echtzeit Geld von einem auf das andere mpass-Konto überwiesen werden. Bankdaten des Empfängers müssen nicht bekannt sein, die Mobilfunknummer ist ausreichend.

Der Transfer des Geldes ist einfach und gratis dazu: Man wählt das Feld „Geld senden“ aus, gibt Empfängernummer und Betrag ein sowie einen Verwendungszweck oder eine Mitteilung und schließt die Zahlung ab. Die Umbuchung erfolgt nahezu in Echtzeit, sodass für Sender und Empfänger die Transaktion schon nach wenigen Sekunden erkennbar ist. Einen Gesamtüberblick sämtlicher Vorgänge erhält der Nutzer über die App.

Der Überweisung-Dienst steht Kunden zur Verfügung, die sich für die Nutzung von mpass im Geschäft angemeldet und die mpass App installiert haben. Dies ist bei Mobiltelefonen mit den Betriebssystemen Android und iOS möglich. Darüber hinaus müssen sich die Nutzer einmalig über das Postident-Verfahren verifizieren. Der Start des Service „mpass Geld senden“ ist für Mitte Februar 2013 geplant.

Mit O2 Wallet bietet Telefónica ab Mitte Februar die elektronische Geldbörse an. Der O2 Wallet-Start ist in einem so genannten Friendly User Test geplant.  Hierüber können die Kunden in Deutschland und weltweit kontaktlos an PayPass-Akzeptanzstellen bezahlen. Bei der Nutzung der digitalen Brieftasche kommen ein NFC-fähiges Smartphone sowie eine entsprechende NFC-fähige SIM-Karte zum Einsatz.

Zur Nutzung der digitalen Geldbörse und zum Schutz vor Missbrauch ist die Eingabe einer PIN erforderlich. Zusätzliche Sicherheit schafft die NFC-SIM-Karte, auf der alle zahlungs- und sicherheitsrelevanten Daten abgelegt werden. Darüber hinaus greifen die hohen und bereits etablierten Sicherheitsstandards der Finanzbranche, die beim bargeldlosen Bezahlen angewendet werden. Die Bankdaten der Kunden werden zudem durch den Einsatz eines „Trusted Service Managers“ besonders geschützt. Sie verbleiben somit alleine beim Kreditinstitut und sind für Telefónica nicht einsehbar.

Bei dem im Februar beginnenden Friendly User Test werden die Kunden bewusst eingebunden und ihre Erfahrungen bei der Weiterentwicklung der Geldbörse berücksichtigt. Teilnehmen können O2 Kunden, die ein NFC-fähiges Smartphone Samsung Galaxy ACE2 oder S3 besitzen und das kostenlose NFC Pack mit NFC-fähiger SIM-Kartegebucht haben. Wird diese eingelegt, erhält der Nutzer automatisch einen Download-Link via SMS und kann die Wallet installieren. Zum Bestücken der digitalen Geldbörse mit einer Karte meldet sich der Tester dann für das Bezahlen mit mpass im Geschäft an. Danach ist die „mpass O2 Wallet Card“ automatisch in die digitale Geldbörse integriert – das Einkaufen in den Geschäften kann starten.

Im Laufe des Jahres wird Telefónica seine Wallet um zusätzliche Anwendungen und Funktionen wie weitere Bezahlkarten, Gutscheine und Treueprogrammeerweitern. In Kürze schließt sich die erste Bank der Wallet-Lösung an und integriert eine digitalisierte Kreditkarte.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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