Megaupload-Gründer Kim Schmitz mit MEGA auf der Bühne zurück

Eine der populärsten file-sharing Seiten -Megaupload- wurde genau vor einem Jahr, am 19. Januar 2012 von den amerikanischen Bundesbehörden geschlossen und Megaupload-Gründer und weitere Mitarbeiter verhaftet.

Der deutsch-finnische Firmengründer Kim Schmitz, der sich auch mal in Kim Dotcom umbenannt hatte, wurde neben 2 weiteren Deutschen und einem Niederländer dann am 20. Januar 2012 in Neuseeland festgenommen. Das Ganze geschah auf Ersuchen der amerikanischen Behörden.

Genau ein Jahr später, nämlich gestern am 20.Januar 2013 der große Auftritt von Kim Schmitz: Mit einer eigenwilligen Pressekonferenz feierte Dotcom auf seinem Anwesen in Coatesville/Neuseeland seinen neuen Internetdienst Mega.co.nz. Mehr als 200 Gäste in Abendrobe verfolgten die Show auf einer riesigen Bühne. Maori tanzten mit dem neuseeländische Musiker Tiki Taane. Als Antiterrorkommandos verkleidete Schauspieler stellten die Razzia vom 2011 nach, Helikopter flogen ein, bis Kim Schmitz mit einem lauten Stop die Show beendete.

Megaupload-Gründer Kim Schmitz mit MEGA auf der Bühne zurück

Megaupload-Gründer Kim Schmitz mit MEGA auf der Bühne zurück

 

Seine neue Plattform MEGA, auf der ebenfalls Musik und Filme gespeichert und ausgetauscht werden können, soll angeblich mit einer technischen Vorkehrung ausgestattet sein, die ihn juristisch schützt. Der Austausch von Inhalten an Freunde und Bekannten bleibt jedoch möglich. Der Trick, der angewendet wird: Vor dem Hochladen werden die Datenpakete schon codiert und erst nach dem Download wieder entschlüsselt. Somit sind die Daten erst einmal unkenntlich – auch für die US-amerikanischen Behörden.

100.000 Nutzer sollen sich innerhalb der ersten Stunde angemeldet haben; nach nur 12 Stunden waren es bereits mehr als 500.000 Mitglieder.

 

Den vermeintlichen Fehler, den Schmitz bei Megauplod machte, nämlich die Server von Megaupload auch in den Vereinigten Staaten zu parken, machte er dieses Mal nicht. Sie befinden sich nun in Neuseeland und in anderen Nationen. Die USA können also seine Server nicht mehr so einfach abschalten.

Kim Schmitz und 3 seiner Partner warten derzeit in Neuseeland noch auf die Auslieferung in die USA. Sollte er in die USA abgeschoben werden, droht ihm dort eine jahrzehntelange Haftstrafe. Noch wohnt er allerdings mit Frau und 5 Kindern in der Nähe von Auckland.

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Ellen (Redakteur)

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



Kategorien: Onlinehandel allgemein

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