eBay von heute ist ganz anders!

Mittlerweile mag es sich schon herum gesprochen haben: Das eBay von heute ist anders.

Wer gegenwärtig auf dem Online-Markplatz Markenware sucht, wird nicht enttäuscht werden. Das ehemalige Internet-Auktionshaus wird inzwischen dominiert von Marken-Stores gewerblicher Händler und auch Hersteller haben ihre eigenen eBay-Shops. Gebrauchte Ware ist währenddessen in der Minderzahl aller Angebote, Privatversteigerungen findet man auch immer seltener.

Eigentlich startete eBay als Versteigerungs-Plattform, doch der aktuelle eBay CEO John Donahoe erkannte die Zeichen der Zeit und sorgte für ein Redesign der Plattform. Seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2008 hat er kontinuierlich daran gearbeitet, eBay eine neue Richtung zu geben, um im profitablen Internet-Business der Neuwaren mitspielen zu können.

Erstmalig in der 17-jährigen Unternehmensgeschichte hat Donahoe ein vollständiges Redesign des Online-Auftritts veranlasst, was unter anderem auch mit einem neuen Logo einherging. Auch erhalten Kunden auf eBay mittlerweile Empfehlungen aufgrund ihrer bisher getätigten Käufe, ähnlich wie es bei Amazon schon der Fall ist.

Andreas Voswinckel, Geschäftsführer des deutschen eBay-Dienstleisters Limal erklärt: „eBay befindet sich aktuell in einer hochspannenden Phase des Wandels.“ Voswinckel hat sich mit seinem Start-up darauf konzentriert, eBay-Verkäufe für Markenanbieter zu organisieren. Über 30 Marken darunter Bauknecht oder Eastpak, vertritt er auf eBay. „Manche Hersteller verkaufen nur ihre Auslauf- und Outlet-Ware über uns, andere lassen komplette Marken-Stores entwerfen. Wir profitieren massiv vom Wandel der Plattform: Inzwischen sind 90% aller Verkäufe Neuware zu Festpreisen“, so Voswinckel.

eBay konnte zum Start der Weihnachtseinkaufssaison schon von der Neuorientierung profitieren: Im Vergleich zu 2011 wurde mehr als fünf Mal so viel Umsatz verbucht. Die eBay-Aktie notierte am 27.November 2012 dann auch auf einem Acht-Jahres-Hoch von über 51,00 US-Dollar.

Besonders der mobile Sektor bescherte eBay einen guten Umsatz: Mehr als 30% der Umsätze des Super-Wochenendes [23. bis 25.11.2012] stammten von Smartphones und Tablet-PCs. Für die stationären Läden ein unheilvoller Kurs: Das sogenannte Showrooming lässt zwar die Kunden in die Geschäfte kommen, sie suchen auch dort ihr Wunschobjekt aus, greifen dann jedoch zu ihrem Smartphone, um im Internet die Preise zu vergleichen.


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