Geklonte Geschäftsideen sind leicht zu erkennen

Geklonte Geschäftsideen sind leicht zu erkennen

Geklonte Geschäftsideen sind leicht zu erkennen

Gehören Sie auch zu den Leuten, die denken, dass McDonalds nicht nur die erfolgreichste Fastfoodkette der Welt ist, sondern auch die erste war? Glauben Sie, dass Coca Cola das erste koffeinhaltige Erfrischungsgetränk auf den Markt gebracht hat und halten Sie die Produkte des Computerherstellers Apple für wirklich innovativ? Dann denken Sie vermutlich auch, dass Zalando der erste Schuh- und Modeversender war, der seinen Kunden die Versand- und die Rücksendekosten erlassen hat und dass die Gründer der Online-Plattform DaWanda erstmalig auf die Idee gekommen sind, einen Marktplatz für Selbstgemachtes zu eröffnen. An dieser Stelle müssen wir Ihr Bild von der heilen Welt erfolgreicher Erfinder und Vordenker leider ein wenig trüben und Sie mit der Tatsache vertraut machen, dass es sich bei einem großen Teil der bekanntesten Marken und Unternehmen der Welt um besonders clevere Nachahmer und Kopisten und keineswegs um Innovationsträger handelt.

Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang übrigens von einer sogenannten Copycat, wenn ein Unternehmen auf der geklonten Geschäftsidee eines anderen Marktteilnehmers beruht. Während in unserem Sprachgebrauch eher der Affe herhalten muss, wenn es um die Beschreibung von Nachahmungen geht, denken Sie an Begriffe wie „nachäffen“ oder an Sprüche wie „Affen machen alles nach“, dann bedient sich der Angelsachse in dieser Situation des Vergleichs mit der Katze. Der Wortgebrauch soll dabei auf das Verhalten von Katzenbabys zurückgehen, die von Geburt an das Verhalten und die Bewegungen ihrer Mütter zunächst möglichst genau nachahmen, um sich in der Welt zurechtzufinden. Eine Copycat ist dabei keineswegs eine anrüchige Sache, sondern vielmehr ein sehr weit verbreitetes unternehmerisches Phänomen. Oft ist es allerdings nicht ganz einfach, die Kopie eines Business-Modells auch als solche zu erkennen.

Einige eindeutige Merkmale helfen allerdings bei der sicheren Identifizierung von Copycats. Da ist natürlich zunächst die auffällige optische und funktionelle Ähnlichkeit zwischen Original und Kopie. Häufig gleichen sich sogar die Namen der jeweils im Mittelpunkt stehenden Unternehmen und Marken. Wichtig für den Copycat Gründer ist zudem, dass der originale Marktteilnehmer bereits den Machbarkeitsnachweis seiner Geschäftsidee erbracht hat. Geschäftsideen werden erst dann kopiert, wenn sie sich am Markt bewährt haben und wenn zumindest erste Erfolge erkennbar sind. Fachleute spreche hierbei von dem sogenannten „Proof of Concept“. In der Natur einer Copycat liegt darüber hinaus, dass ihr Betreiber keine sonderlich starke emotionale Bindung zu seinem Konzept aufweist. Während ein Erfinder mit Herzblut bei der Sache ist, wenn es um die Vermarktung seiner Innovation geht, nähert sich der Copycat Gründer seiner Geschäftsidee meist eher rational, was sich oft deutlich spüren lässt. Abschließend kranken Copycats auch oft an mangelnder Innovationsfähigkeit. Wer selber ein Geschäftskonzept entwickelt, der hat in der Regel bereits zahlreiche Ideen für künftige Erweiterungen und Veränderungen im Kopf. Dagegen bleiben kopierte Konzepte nicht selten langfristig auf dem Entwicklungsstand zum Start und verzeichnen nur wenige Neuerungen.

Alles in allem spricht vieles dafür, sich als angehender Unternehmer für die Gründung einer Copycat zu entscheiden. Das finden auch die Redakteure des bekannten Online-Magazins INTERNETHANDEL und haben daher ihre aktuelle Ausgabe (Nr. 109, November 2012) diesem spannenden Thema gewidmet. Die entsprechende Schwerpunktstory trägt den Titel „Geklonte Geschäftsideen“ und vermittelt dem Leser zum Einstieg zunächst viel Grundlagen- und Basiswissen über Copycats und ihre Verbreitung. In dem gesamten Artikel werden immer wieder bekannte Beispiele von Unternehmen genannt, die eigentlich auf den geistigen Leistungen anderer Geschäftsleute basieren. Viele der genannten Exempel dürften bei den Lesern für Überraschungen sorgen. Der Reihe nach erfahren interessierte Gründer in verständlicher Form, mit welchen Vorteilen Copycats verbunden sind, wie man sie am Markt sicher identifiziert und wie man vorgehen sollte, wenn man selber in diesem Bereich aktiv werden möchte. Für angehende Unternehmer, die noch auf der Suche nach der zündenden Geschäftsidee sind, ist diese Ausgabe von INTERNETHANDEL eine rundum lohnende Lektüre, die viele neue Denkanstöße bietet.

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Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

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