eBay unternimmt erneut einen Vorstoß in Richtung China

Die chinesische Luxusgüterseite Xiu.com und eBay sollen angeblich in Kürze eine Partnerschaft eingehen , wodurch eBay seine Fühler weiter auf dem chinesischen Markt ausstrecken kann. Die Kooperation soll am 12. November 2012 in Shenzhen, China, wo Xiu.com beheimatet ist, bekanntgegeben werden. Mehr Informationen werden wohl Ende dieser Woche mitgeteilt werden.

Bisher hat eBay sich in China relativ schwer getan, um nicht zu sagen: China lief für eBay miserabel. Unter Meg Whitmans Führung erwarb eBay Eachnet, die [damals] führende chinesische Auktionsseite. Alibaba hat dann jedoch Taobao ins Leben gerufen und damit den Konkurrenzkampf eröffnet und den Kampf gegen eBay auch gewonnen. Für Alibaba war es sehr viel einfacher auf dem chinesischen Markt, denn das Unternehmen kannte den heimischen Markt und der simple Umstand keine Gebühren zu erheben, brachte Taobao auf den Spitzenplatz.

Etwas anderes aber brachte Taobao auch Vorteile: Die Nutzung eines Instant Messengers, dem sozialen Feature, das die Chinesen zu Hauf nutzten und das zum Standard-Kommunikations-Werkzeug wurde. Derzeit heißt es auch, dass die Alibaba Gruppe eBays und Amazons weltweite Verkaufszahlen zusammen bis Ende des Jahres übertroffen haben wird.

Seit Donahoe im Jahr 2008 CEO von eBay wurde hat sich in China nicht mehr viel getan. Er hatte größere Probleme damit, die Online-Marktplätze in den USA und Europa wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Jetzt jedoch hat es den Anschein, als würde man einen weiteren Angriff wagen.

Gerüchten zufolge will eBay sich darauf konzentrieren den chinesischen Verbrauchern Luxus-Designermode anzubieten, denn die chinesischen Konsumenten haben einen unersättlichen Hunger auf Luxus-Güter. Begehrenswerte Designermode zu reduzierten Preisen könnte mit einer Xiu.com-Partnerschaft eBay dazu verhelfen, ein nettes Stück aus dem chinesischen Marktplatz-Business herauszumeißeln, ohne einen direkten Machtkampf mit den etablierten Spielern in China ausfechten zu müssen.

eBay könnte seinen weltweiten Bestand zur Verfügung stellen, während Xiu.com die Inhalte pflegt, die begehrenswerten Produkte bestmöglich zur Schau stellt und die Zahlungsabwicklung vornimmt, PayPal ist bei den momentanen Vorhaben noch außen vor.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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