Richtige Auswahl der Online-Bezahloptionen ist ein entscheidendes Erfolgskriterium im E-Commerce

Nicht erst seit der Einführung der „Button“-Lösung“ entscheidet der letzte Klick, ob der Besuch im Webshop auch mit einem Kaufabschluss beendet wird.

Die Auswahl der Bezahlsysteme ist aus diesem Grund ein entscheidendes Erfolgskriterium im E-Commerce. Händler wissen darum und kontrollieren ihr Portfolio an Zahlungsmöglichkeiten regelmäßig nach Akzeptanz und ihrer Effizienz. Nur 40% der Internet-Händler haben in den letzten 2 Jahren keine Veränderungen bei den Zahlungsverfahren vorgenommen, so eine Umfrage des Forschungsinstituts ibi research.

„Wenn neue Zahlungsverfahren hinzugenommen wurden, handelte es sich häufig um PayPal, Sofortüberweisung.de und den Kauf auf Rechnung in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister“, erklärt Georg Wittmann, Projektleiter bei ibi research. Um den bei Kunden beliebten Rechnungskauf für den Händler aufrecht zu erhalten, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe spezialisierter Dienstleister, wie Klarna, Billsafe, eine PayPal-Tochter, Paymorrow, Ratepay oder Billpay.

Die Einbindung eines externen Spezialisten ist zwar teurer, aber auch einfacher. Allerdings müssen Shops, die den Rechnungskauf einführen, meist mit einem gesteigerten Retouren-Aufkommen rechnen, wie die Praxis immer wieder beweist.

25.000 Webshops setzen nach Unternehmensangaben auf die Dienste von Sofortüberweisung.de, das sich damit zum zweitgrößten Online-Bezahlverfahren entwickelt. An erster Stelle steht immer noch PayPal.

Die Banken freuten sich bisher nicht über den Erfolg des Internetüberweisungsverfahrens und strengten sogar Gerichtsverfahren an, um die Konkurrenz ihres eigenen Onlineüberweisungsverfahrens Giropay abzustellen. Das jedoch wurde vom Bundeskartellamt unterbunden.

Die Hauptmotivation für Händler, neue Zahlverfahren in ihren Checkout-Prozess aufzunehmen, ist in erster Linie die Verbreitung und die Nachfrage durch Verbraucher. Auf dem 3. Rang steht erst der Schutz vor Zahlungsausfällen.

Auf ein erhöhtes Interesse bei den Kunden könnte eine neuartige Bezahlart für das Internet stoßen, die im stationären Handel noch immer der Marktführer ist: Die Barzahlung. Neben der traditionellen, aber auch teuren Nachnahme bieten 2 neue Dienstleister Webshops die Möglichkeit, an der virtuellen Kasse bar zu kassieren. Der Anbieter Barzahlen.com sorgte bislang in erster Linie durch seinen Beirat, dem bekannte Internetgrößen angehören, sowie durch den AWD-Gründer Carsten Marschmeyer als Kapitalgeber für Aufsehen.

Der Konkurrent Barpay verfügt über eine Zusammenarbeit mit dem Großhändler Lekkerland nach eigenen Angaben schon über ein Netzwerk von mehr als 18.000 stationären Verkaufsstellen, vor allem Kioske und Tankstellen, an denen der Internetkäufer seine Besorgungen bar bezahlen kann.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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