Bonanza: Ehemals „Feind“ von eBay – jetzt Freund?

Bonanza, ein Online-Marktplatz der 2008 das Licht der Welt erblickte und als Alternative für unzufriedene eBay-Händler an den Start ging, hilft nun seinen Mitgliedern auf dem Online-Marktplatz eBay Artikel zu veräußern.

Mit einem neuen Werbe-Programm will Bonanza seinen Händlern die Möglichkeit geben, ihre Artikel schneller zu verkaufen als es bei Bonanza als alleinigem Verkaufskanal durchführbar ist. Die Händler müssen jedoch bereit sein eine höhere Kommission zu bezahlen.

Bonanza-Verkäufer zahlen aktuell eine Kommissionsgebühr von 3,5%, wenn sich ihre Produkte verkaufen. Mit dem neuen Service können sie jedoch auch für sich entscheiden eine höhere Gebühr zu zahlen, um ebenso auf eBay und/oder Google Shopping sichtbar zu sein.

Bonanza nutzt die eBay-Accounts der jeweiligen Händler, um die Waren für einen Zeitraum von 30-Tagen auf eBay im Festpreisformat einzustellen. Vermutlich werden die Händler dann direkt von eBay zur Kasse gebeten, um ihre Einstellgebühren zu bezahlen. Wer die verkaufsabhängige Provision einzieht, liegt noch im Dunklen. Und zudem verlangt ja Bonanza bereits eine höhere Gebühr von seinen Händlern für die Sichtbarkeit auf eBay. Alles Ungewissheiten, die bislang noch unbeantwortet sind.

Auf der Bonanza FAQ-Seite fragt ein Händler: „Wie kann es sein, dass es erlaubt ist Artikel auf eBay zu verkaufen? Sind sie nicht der Feind?“

Die Antwort hierauf liest sich wie folgt:

„Wir verstehen, dass einige Händler irgendwann einmal schlechte Erfahrungen mit eBay gemacht haben. … Doch am Ende des Tages kann eBay oftmals den schnelleren Weg bieten um Artikel zu verkaufen, solange man sich die Gebühren leisten kann. Für diejenigen unter den Händlern, die interessiert sind so viel wie möglich zu verkaufen … ist eBay die Lösung, die am meisten Sinn macht.“

Bill Harding, der Gründer von Bonanza, nannte das neue Programm einen Paradigmen-Wechsel in dem Bemühen den Verkäufern höheren Verkaufszahlen zu verhelfen.

Es scheint ein Eingeständnis zu sein, dass die Bonanza-Händler wenig verkaufen und damit stellt sich auch die Frage wie brauchbar Bonanza als alternativer Marktplatz ist.

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