Zum Verkauf erlaubte Artikel auf eBay – wie finde ich diese heraus?

Sowohl eBay als Amazon haben Einschränkungen hinsichtlich der Waren, die auf den Plattformen verkauft werden dürfen. Neben den Beschränkungen in bestimmten Kategorien (Tabak oder Waffen), gibt es auch andere Verkaufsbeschränkungen die man kennen sollte.

Skip McGrath beleuchtet zunächst eBay: eBay hat ein Programm mit dem Namen VERI (In den USA VeRO). Dieses Programm ist dafür entwickelt worden, das geistige Eigentum zu schützen. Grundsätzlich kann jemand, der sein geistiges Eigentum verletzt sieht, eine VeRO-Beschwerde bei eBay einreichen und eBay schließt erst einmal den entsprechenden Account, wenn die Person tatsächlich verbotene Objekte verkauft.

McGrath selbst hat auch schon eine solche Beschwerde veranlasst. Eine eBay-Verkäuferin hat eines seiner Bücher mehrfach kopiert und zum Kauf auf eBay angeboten. Nach ein paar Tagen gelang es eBay die Artikeleinstellungen zu löschen und etwas mehr als eine Woche später war die Verkäuferin komplett von eBay verschwunden.

 

Neben den Copyright-Vergehen nutzen Unternehmen VeRO auch dazu, ihre geschützten Markenartikel zu sichern. Es gibt auch Unternehmen, die es nicht gestatten, dass ihre Produkte auf eBay überhaupt angeboten werden. Andere erlauben nur, dass bereits gebrauchte Artikel verkauft werden und wiederum andere erlauben den Wiederverkauf nur, wenn man bei einem autorisierten Großhändler eingekauft hat.

Woher soll man also wissen, welche Artikel erlaubt und welche verboten sind?

eBay hat hierfür eine Liste mit den Unternehmen bereitgestellt (Deutsche Liste, Liste USA) deren Artikel nicht auf dem Online-Marktplatz verkauft werden dürfen. Diese sollte sich jeder Händler zu Gemüte führen. Die Liste ist nach Kategorien geordnet und die einzelnen Firmen darunter aufgeführt. Diese muss man anklicken um zu erfahren, was nicht erlaubt ist zu verkaufen. Doch Vorsicht: Man sollte die Angaben der einzelnen Firmen ganz genau lesen, um nicht doch in eine Falle zu tappen.

Auf Amazon gibt es keine solche Liste. Amazon hat zwar auch ein paar Produkte und Kategorien, die nicht angeboten werden dürfen, aber Amazon überwacht den Verkauf der Markenartikel nicht. Das heißt: Für Angebote auf eBay kann man die VeRO-Liste zur Hand nehmen. Bei Amazon sieht es so aus, dass man beim Hersteller den UPC-Code erfragen muss, diesen dann im „Produkt hinzufügen“-Tool von Amazon eingibt, um gegen zu prüfen, ob der Verkauf des Artikel gestattet ist oder nicht.

Bei eBay Deutschland gibt es einen Onlinekurs, der Ihnen die eBay-Grundsätze zum Schutz gewerblicher Schutzrechte (z. B. Patente, Gebrauchs- und Geschmacksmuster sowie Marken), Urheber- und Leistungsschutzrechte oder sonstiger immaterieller Rechte (z. B. das Recht am eigenen Bild) näher erklären soll, zum Kurs geht es hier!

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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