Smartphone als Bestellmedium gewinnt immer mehr an Bedeutung

Das Marktforschungsunternehmen GfK führt jährlich die  Online Shopping Survey (OSS) durch. Für eine aktuelle

Smartphone als Bestellmedium gewinnt immer mehr an Bedeutung

Smartphone als Bestellmedium gewinnt immer mehr an Bedeutung

Erhebung befragte  das Tochterunternehmen Enigma GfK im Januar und Februar 2012 1.179 Personen zwischen 14 und 69 Jahren in Deutschland telefonisch. Themen waren das Internet und dessen Einfluss auf den Einkauf von 29 Produkt- und Dienstleistungsbereichen.

Zentrales Ergebnis der Studie: Das Smartphone wird immer bedeutender als Bestellmedium. Im vergangenen Jahr haben insgesamt 41 Millionen Deutsche zwischen 14 und 69 Jahren Waren oder  Services im Netz  gekauft. Im Jahr 2010 waren es noch knapp 3 Millionen Online Shopper weniger. Dabei steigt das Handy als Bestellmedium in der Gunst der Konsumenten. Mit 2,9 Millionen haben im Jahr 2011 mehr als doppelt so viele Verbraucher wie noch im Jahr zu-vor Waren und Dienstleistungen per Mobiltelefon geordert.

Die Rangliste der Produktkategorien mit den meisten Internetkäufern wird weiterhin angeführt von

  • Bekleidung (19,3 Millionen), danach folgen
  • Bücher (18,6 Millionen),
  • Veranstaltungstickets (14,9 Millionen),
  • Spielwaren (10,6 Millionen) und
  • Tonträger (10,4 Millionen).

Die stärkste Zunahme an Online-Shoppern entfiel auf Bekleidung (+2,1 Millionen). Danach folgen aber bereits Kosmetik und Düfte (+1,8 Millionen) sowie Uhren und Schmuck (+1,6 Millionen).

Amazon konnte mit 27,7 Millionen Onlinekäufern den Spitzenplatz nach Kundenzahl vor dem Online-Marktplatz eBay  (21,0 Millionen) ausbauen. Weltbild und Otto liegen Kopf an Kopf auf Rang 3.  Die Plätze 4 und 5 werden von Zalando respektive Tchibo belegt.

Dynamischer Zuwachs des Mobile Shoppings setzt sich fort

Während die Gesamtzahl der Internet-Nutzer zwischen 14 und 69 Jahren binnen Jahresfrist nur um 2,6% auf insgesamt 50,3 Millionen angewachsen ist, nahm die Nutzerzahl des Mobilen Internets im gleichen Zeittraum um 38,4% auf 14,7 Millionen zu. Mit 84% verfügt dafür der weitaus größte Teil dieser Gruppe bereits über ein Smartphone.

Besonders dynamisch entwickelte sich mit einem Zuwachs von 114% auf 2,9 Millionen Verbrauchern der Interneteinkauf von Waren und Dienstleistungen per Handy. Diese Zuwachsraten und der andauernde Erfolg beim Absatz von Smartphones lassen den Schluss zu, dass sich Internetnutzung und Online-Shopping in den kommenden Jahren weiterhin in Richtung mobiler Endgeräte verlagern werden.

In der Erhebung wurde erstmals untersucht, wie viele Konsumenten sich ganz grundsätzlich vor dem Kauf von Produkten – egal ob im stationären Handel oder im Internet – per Handy im Mobilen Internet informieren. Insgesamt haben diese Möglichkeit im vergangenen Jahr bereits 5,1 Millionen Verbraucher genutzt.

Damit entsteht für den stationären Handel neben dem klassischen Online-Shopping eine weitere Herausforderung. Dass die Konsumenten ihre Smartphones bei sich tragen, eröffnet neue Möglichkeiten der Verzahnung zwischen stationärem Handel und Online Shopping. Gleichzeitig wächst aber für die Verbraucher die Transparenz zwischen allen konkurrierenden Angeboten weiter. Und das werden die smarten Shopper mit ihren Smartphones auch zu nutzen wissen.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Mobile Commerce

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