René Köhler im Interview mit BikeX – Der Gründer von fahrrad.de holt sich seine Firma zurück
René Köhler startet mit fahrrad.de ein zweites Mal durch. Nach der Benko-Pleite holt sich der Gründer seine Firma zurück. Aber warum? Ein sehr persönliches Interview über Emotionen, Geld, Vertrauen – und Fahrräder.
René Köhler holt sich seine Firma zurück
„Das konnte ich so nicht stehen lassen“, kommentiert René Köhler die drastische Wendung von fahrrad.de nach dem Verkauf der Plattform an Signa und Benko. Der frühere Weltmarktführer -fahrrad.de/Internetstores – geriet unter der neuen Leitung in finanzielle Schwierigkeiten und musste Insolvenz anmelden. Heute, acht Jahre nach dem Verkauf und der erneuten Übernahme seines Unternehmens, spricht Köhler im Interview mit BikeX über seine Erfahrungen und Herausforderungen. Auch Höhen und Tiefen, verbunden mit seinem unternehmerischen Werdegang, sind in diesem Gespräch kein Tabuthema für ihn.
René Köhler gilt als einer der visionärsten Unternehmer Deutschlands und hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich. 2003 galt die Idee, Fahrräder online zu verkaufen, noch als verrückt. Köhler bewies mit seiner Erfolgsgeschichte das Gegenteil.
„Im Interview spricht er sehr offen und emotional über seine Beweggründe zum Neustart von fahrrad.de und seinen unbedingten Willen, die Plattform wieder an die Spitze zu bringen“, sagt Björn Gerteis, BikeX-Chefredakteur.
Zum Beispiel antwortet er auf die Frage, warum er fahrrad.de heute noch einmal gegründet hat, mit den Worten: „Alles, was ich bisher verkauft oder aufgebaut habe, existiert noch. Dieses Unternehmen war das einzige, das nicht funktionierte. Ich bin nicht daran gewöhnt, dass Dinge, die ich erschaffen habe, mit dem Wort Insolvenz in Verbindung gebracht werden. Wenn etwas strukturell nicht mehr funktioniert, wie vielleicht der Kohlebergbau oder ein altes Geschäftsmodell wie zum Beispiel Karstadt und Kaufhof, hätte ich nicht noch mal gestartet. Aber bei etwas, das grundsätzlich intakt ist und nur durch Missmanagement scheitert, finde ich es schade, es so zu belassen. Das ist der Grund, warum ich es ändern wollte.“