Antiviren-Software im Test – nur 4x gut , Kritik an den Testmethoden

Wie die Stiftung Warentest in einer Prüfung herausgefunden hat, sind PCs selbst mit Antiviren-Programmen nicht immer hundertprozentig geschützt. Im durchgeführten Test sollten 1.800 Viren oder Trojaner gefunden und auch gelöscht werden. Untersucht wurden 14 Internetsicherheitspakete mit Firewall und 4 unentgeltliche Virenschutzprogramme. Die Preise reichten von kostenlos bis 60,00 Euro.

Ergebnis: Lediglich 4 Software-Lösungen wurden mit „gut“ bewertet, keines der Programme konnte alle Schädlinge finden.

Die kompletten Testresultate findet man in der April-Ausgabe der Zeitschrift „test“ von Stiftung Warentest.

Auszüge aus den Ergebnissen

G Data Internet Security 2012 bietet laut Studie den zuverlässigsten Schutz, allerdings ist dieser Schutz für Rechner wie Netbooks ungeeignet, denn G Data benötigt sehr viel Arbeitsspeicher. Hierdurch wir der Rechner verlangsamt. Gefunden wurden mit dem Programm aber immerhin 96% der schadhaften Elemente auf dem PC.

Avira Internet Security 2012, auch unter den Gewinnern, fand ebenfalls 96% der Schädlinge. Dieses Programm benötigt auch weniger Arbeitsspeicher als G Data.

Weitere Testsieger waren Kaspersky Internet Security 2012,  sowie der kostenlosen Virenschutz: Avira Free Antivirus.

Ein „ausreichend“ erhielten Symantec Norton Internet Security 2012, McAfee Internet Security 2012, Trend Micro Titanium Internet Security 2012 und Panda Internet Security 2012.

Allerdings macht sich mittlerweile auch Kritik an den Testmethoden breit.

Beispielsweise:

  • Warum wurde eine relativ niedrige Anzahl an Malware zum Test genutzt,
  • warum wurde ein virtualisiertes System verwendet oder
  • wieso beim Test auf eine Internetanbindung des Rechners weitgehend verzichtet wurde.

Letzteres ist nun wohl auch Hauptkritikpunkt am Testverfahren, denn Bestandteil moderner Erkennungstechnik sei es heute jedoch, das Internet einzubeziehen.  Experten sind der Ansicht, dass es heutzutage nicht mehr aktuell oder praxisnah sei Antivirenlösungen ohne Web-Anbindung zu testen.

Symantec-Experten Stefan Wesche zu den Tests: „Eigentlich hat man den Test so durchgeführt, wie man das im vergangenen Jahrhundert getan hätte.“


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