Entwicklung des Internet-Einkaufs bis zum Jahr 2016 – eine Forrester Studie

Eine aktuelle Studie von Forrester über den europäischen Markt in Bezug auf den Online-Einkauf zeigt auf, dass bis zum Jahr 2016 Verkäufe im Wert von 171,9 Milliarden Euro getätigt werden. Doch wie gut die einzelnen Retailer dastehen werden, hängt von der Kategorie ab, in der sie ihre Waren anbieten.

Der Autor des Berichtes, Martin Gill erklärte, dass immer mehr Shopper sich dem Internet zuwenden, um Schnäppchen und Angebote zu finden, bei denen sie Geld sparen können.

Entwicklung des Internet-Einkaufs bis zum Jahr 2016 - eine Forrester Studie

Verkäufe von Lebensmitteln im Internet werden in Europa am häufigsten in Großbritannien verzeichnet. Bis 2016 jedoch rechnet Gill damit, dass auch Nationen wie Deutschland, Frankreich und die Niederlande nachziehen werden.

Bekleidung wird als eine sehr starke Kategorie über ganz Europa verteilt sein, mit einem Wachstum, das über dem durchschnittlichen Marktwachstum liegen wird. Durch die sich ständig verbessernden Technologien der virtuellen Umkleidekabinen und Augmented Reality, die derzeit allerdings noch in den Kinderschuhen stecken, wird sich in den nächsten 5 Jahren im Bekleidungsbereich einiges tun.

In den südeuropäischen Ländern werden in den kommenden Jahren auch immer mehr Verbraucher auf das World Wide Web zurückgreifen, wenn es um das Einkaufen geht. In Skandinavien hingegen wird die Wachstumsrate bis zum Jahr 2016 eher zurückgehen, da die Verbraucher hier der Meinung sind, dass das Internet ihnen nicht die günstigsten Preise liefert.

Die Online-Verkäufe werden schneller anwachsen als der Offline-Verkauf. Und die mobile Sparte wird an Bedeutung enorm zunehmen und zwar als Bindeglied zwischen Online-und Offline-Handel. Bisher haben 8% der Europäer über ihr Mobiltelefon bereits Einkäufe getätigt, dieser Prozentsatz jedoch wird in Zukunft noch ansteigen.

Trotz des allgemeinen Wachstums werden sich die europäischen Internet-Händler in einem immer stärker konkurrierenden Markt zurecht finden müssen. Die Tage, an denen es ausreichte nur einen Web-Shop zu haben und schon waren die Verkäufe garantiert, die sind vorbei, so der Report. Grenzüberschreitender Handel wird zudem ein strategischer Schlüsselfaktor für Händler werden.

Ein anderes Ergebnis der Studie: Die Verteilung der Online-Käufer in Bezug auf die Gesamtbevölkerung in den verschiedenen Nationen:

2011        2016

  • Deutschland            69%          81%
  • Frankreich               63%          76%
  • Niederlande            75%          85%
  • Großbritannien      75%          85%
  • Spanien                      41%          58%
  • Italien                        36%          47%

Die Tendenzen für den europäischen E-Commerce 2012:

  1. Multichannel-Verkauf wird ansteigen: Jetzt schon kaufen 40% der Europäer auf verschiedenen Webseiten ein.
  2. Die mobile Strategie kann nicht mehr außer Acht gelassen werden. Allerdings ist man in Europa noch weit davon entfernt, eine optimale mobile Strategie vorweisen zu können.
  3. Die Verbesserung der Warenauslieferung wird durch die Schnelligkeit, die Flexibilität und den Preis geregelt. Die Realisation wird einer der Schlüssel beim E-Commerce-Wachstum in Europa sein, denn für die Verbraucher ist die zufriedenstellende Lieferung ein wichtiger Faktor.
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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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