Pinterest – neues Marketing-Tool für eBay-Händler?

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, in dem User Bilder-Kollektionen mit oder ohne Beschreibungen an virtuelle Pinnwände heften können. Diese können öffentlich oder privat abgespeichert werden. So kann man sich gemeinsam über Freizeitaktivitäten, Interessen oder Einkaufstipps austauschen. Pinterest ist eigentlich nichts anderes als eine als öffentliche (virtuelle) Pinnwand konzipierte Plattform, die bereits im März 2010 an den Start gegangen ist. Sitz der Macher von Pinterest ist Palo Alto.

Zurzeit ist der Zugang zu der englischsprachigen Seite einzig auf Einladungsbasis erreichbar. Hat man sich erfolgreich registriert, kann man den Button „Pin it“ als Lesezeichen in die Browserleiste integrieren. Stößt man beim Surfen im Netz auf ein ansprechendes Bild oder ähnliches, klickt man auf den Button. Dann wird beispielsweise das Bild automatisch auf die Profilseite von Pinterest reproduziert. Die so veröffentlichten Bilder können dann von anderen Pinterest-Mitgliedern kommentiert und mit einem „Gefällt mir“ versehen werden.

eCommerceBytes hat das Thema Pinterest aufgegriffen und erklärt, was Online-Händler darüber wissen sollten. Die E-Commerce-Beraterin und zertifizierte eBay-Instruktorin Stephanie Inge nennt Pinterest eine „angenehme Flucht aus dem weltlichen alltäglichen Leben“, dem sich Internet-Händler in jedem Fall anschließen sollen. Pinterest sei ein nettes Marketing-Tool für Blogger und ein sehr gutes Marketing-Werkzeug für Online-Händler. Allerding sollte man als Händler nicht zu aggressive Marketing-Strategien an den Tag legen.

Faye Brogi von Antique-Graphique.com empfiehlt anderen Internet-Händlern mit Pinterest-Nutzern so zu interagieren, dass sie noch Spaß an der Kommunikation haben und sich nicht gedrängt fühlen einen eventuellen Einkauf zu tätigen. Pinterest sei nicht per se ein Verkaufstool, mit dem man seinen Warenbestand auf der Seite postet.

Lieber sollte man versuchen etwas Interessantes aus dem eigenen Store an die Pinnwand zu heften, was die Aufmerksamkeit der Nutzer hervorruft und auf die Produkte und den Store lenkt, sodass die Pinterest-User Lust auf die Waren des entsprechenden Händlers bekommen.

Wie bei allen anderen Seiten auch, muss man der Umgang mit urheberrechtlich geschütztem Material beachtet werden. Zwar fordert Pinterest seine Mitglieder dazu auf beim Posten des Inhalts die Quellen zu nennen, doch ob das dann bei der Weiterverteilung des Materials auch geschieht ist nicht geregelt.


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