Wein zum Essen – Lieber roter oder doch weißer?

Viele Verbraucher würden sich selbst gerne als echte Weinkenner bezeichnen – allerdings weisen sie kaum Wissen über die unterschiedlichen Sorten in der Weinwelt auf. Dies kann besonders dann zu einem Problem werden, wenn es darum geht, den passenden Wein zum Essen auszuwählen.

Wein zum Essen – Lieber roter oder doch weißer? pixabay.com ©PhotoMIX-Company (Creative Commons CC0)

Es muss jedoch keinesfalls darüber in Verzweiflung ausgebrochen werden. Es lassen sich nämlich einige Hilfestellungen finden, wenn es darum geht, die Gerichte auf dem Teller mit dem perfekten Wein zu ergänzen. Daneben ist am Ende ohnehin der ganz individuelle, persönliche Geschmack ausschlaggebend. Heutzutage ist es zum Beispiel durchaus auch legitim, zu einem Fischgericht Rotwein zu servieren, auch wenn dies in der Vergangenheit noch anders war.

Vor dem Essen: Der passende Aperitif

Mit einem Champagner als Aperitif kann grundsätzlich kaum etwas falsch gemacht werden, allerdings hat dieser in der Regel natürlich auch seinen Preis. Das Getränk zeigt sich jedoch als anregend und bereitet den Magen auf die bevorstehende Nahrung ideal vor. Als Alternative zum echten Champagner lässt sich jedoch durchaus auch ein deutscher Jahrgangssekt nutzen, ein Prosecco aus Italien oder ein Crémant aus Frankreich.

Besonders im Bereich der Proseccos können die Qualitäten allerdings überaus unterschiedlich ausfallen. Leichte, südfranzösische Rosé-Weine, Sherrys oder Weine aus Spanien können jedoch ebenfalls einen tollen Aperitif darstellen.

Der Wein zu der Vorspeise

Geht es darum, die Vorspeise mit einem passenden Wein zu ergänzen, besteht generell eine gute Wahl in Weißweinen, wie einem trockenen Riesling oder einem Pinot Grigio, der sich als besonders leicht zeigt. Passend sind diese Tropfen vor allem zu Antipasti, Salat, Muscheln, Fisch und Eierspeisen. Mit leichten Rotweinen bilden Pasteten, Räucherwaren und Salami ein unschlagbares Team.

Falls italienische Pasta auf den Teller kommt, kann bei der Zubereitung ihrer Sauce sowohl auf Weiß- als auch auf Rotwein zurückgegriffen werden. In der Regel sollte sich für Rotwein zu Fleischgerichten entschieden werden, der dann durchaus auch kräftiger ausfallen dar. Echte Gourmet-Highlights, wie etwa Kaviar, sollten dennoch mit einem guten, klassischen Champagner kombiniert werden.

Diesen Wein brauchen Fleischgerichte

Fleischgerichte müssen nicht unbedingt gemeinsam mit einem Rotwein serviert werden. Auch würzige Weißweine zeigen sich zu vielen Fleischgerichten als überaus passend. Einige Speisen profitieren sogar davon, wie chinesische Gerichte.

Dennoch: Auf Nummer Sicher wird zu Fleischgerichten mit feinen Rotweinen gegangen. Der kräftige Geschmack des Fleisches wird durch ebenso kräftige Rotweine perfekt unterstrichen. Dabei gilt, dass der Wein umso kräftiger ausfallen sollte, desto kräftiger sich auch die Sauce zeigt.

Sinnvoll ist es außerdem, bei einem Essen beim Italiener auch auf einen italienischen Wein zurückzugreifen. Zu französischen Speisen sind dagegen schöne Burgunder oder Weine aus Bordeaux zu empfehlen.

Die Begleitung zu Fisch und Meeresfrüchten

Trockene Weißweine harmonieren mit Meeresfrüchten und Fisch besonders gut. In einem Riesling besteht so kaum ein Fehlkauf, daneben ist für Fischgerichte allerdings auch ein kräftiger Chablis gut geeignet. Krebse und Schalentiere profitieren von einer Ergänzung in Form von Weißwein ebenfalls in hohem Maße.

Das gleiche gilt auch für Sushi. Traditionell würde dies jedoch eher mit Sake oder japanischem Bier genossen werden. Fällt der Geschmack des Fischs etwas kräftiger aus, sind leichte Rotweine durchaus auch erlaubt.

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