Mit Trading Geld verdienen

Die fortschreitende Digitalisierung bringt es mit sich, dass jeder Erwachsene Zugang zum Börsenhandel hat. Immer mehr Deutsche wollen davon profitieren, mit dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren ein passives Einkommen zu erzielen. Für viele ist der langfristige Vermögensaufbau und die Verbesserung der Altersversorgung ein Grund, sich am Börsengeschäft zu beteiligen.

Nach Ansicht von Börsenguru André Witzel sollte dieses Unterfangen nicht unvorbereitet angegangen werden. Wer sich nicht die Zeit einer gewissen Lernphase einräumt, um das Börsengeschehen und seine Mechanismen zu erlernen, für den ist das Abenteuer “Online-Börse” schnell beendet. Daher stellen wir an dieser Stelle einige Basics vor, damit der Start ins Trading-Geschäft so reibungslos wie möglich verläuft.

Beim Trading können schnell hohe Gewinne eingefahren werden! pixabay.com ©Geralt (Creative Commons CC0)

Was wird unter Trading verstanden?

Unter Trading wird eine Handelsform verstanden, bei der mit dem schnellen Kauf und Verkauf von verschiedenen Finanzinstrumenten versucht wird, Gewinne zu erwirtschaften. Trading steht damit im Gegensatz zum Investment, bei dem langfristig orientierte Anleger Unternehmensanteile erwerben, um von deren Wertzuwachs über Wochen, Monate und Jahre hinweg zu profitieren.

Trader versuchen, aus der Volatilität der Märkte ihren Nutzen zu ziehen. Dabei lassen sich drei grundlegende trendorientierte Strategien festhalten, die sich nach dem Zeithorizont richten:

  • Swingtrading: Hierbei werden Positionen einige Tage bis zu zwei Wochen offengehalten.
  • Daytrading: Die Händler beginnen ihre Tätigkeit morgens zum Börsenstart. Bis zum Börsenschluss werden alle Positionen wieder geschlossen.
  • Scalping: Bei dieser Strategie werden Positionen innerhalb von wenigen Minuten bis zu einigen Sekunden geöffnet und wieder geschlossen, um mithilfe der kleinsten Kursschwankungen Gewinne zu realisieren.

Was wird zum Trading benötigt?

Neben einer gehörigen Portion Disziplin und Durchhaltevermögen bedarf es beim Börsenhandel eines Brokers. Darunter wird ein Finanzdienstleister verstanden, der mit einer Börsenlizenz der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ausgestattet ist. Der Broker kann entweder die Hausbank, eine Direktbank oder ein sonstiger Finanzdienstleister sein. Er handelt im Namen und mit dem Geld seiner Kunden.

Der Broker verwaltet das Depot, in dem alle Käufe und Verkäufe der Trader registriert werden. Zudem stellt er die Trading-Software zur Verfügung. Für Anfänger empfiehlt es sich, einen Broker auszuwählen, bei dem sie ein Demo-Konto eröffnen können. Damit kann Trading einige Zeit geübt werden, ohne dass echtes Geld eingesetzt wird. Erst, wenn die Abläufe verinnerlicht sind, sollte der erste reale Trade in Angriff genommen werden.

Was muss eine gute Trading-Software können?

Broker und deren Angebote unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Dabei sollte die infrage kommende Trading-Plattform die folgenden Aspekte berücksichtigen:

  • Geringe Kosten: Während das Trading bei einer Präsenzbank mit Gebühren verbunden ist, stellen Online-Broker ihre Software in der Regel kostenlos zur Verfügung.
  • Benutzerorientierte Oberflächen: Die Benutzeroberfläche berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Trader.
  • Nachhaltige Analysetools: Die Strategien der Trader müssen fortlaufend anhand von Trading Indikatoren analysiert und optimiert werden.
  • Kurzfristige Abgrenzungen: Die Änderungen der Charts sollten im Minuten- oder Sekundentakt angezeigt werden.
  • Automatisches Trading: Nicht immer hat der Trader Zeit, um vor dem Bildschirm zu sitzen. Experts Advisors erlauben ein automatisiertes Trading.
  • Candlestick Charts: Diese Form der Darstellung ermöglicht den besten und schnellsten Überblick über die Wertentwicklung einzelner Assets.
  • News und Informationen: Automatische Benachrichtigungen aus der Finanzwelt erleichtern es den Tradern, zu fundierten Entscheidungen zu gelangen.

Das Risikomanagement

Nicht jeder Trade im virtuellen Börsenhandel endet im Geld. Verluste sind an der Tagesordnung. Es kommt weniger darauf an, mit einzelnen Trades hohe Gewinne zu erzielen. Es geht eher darum, die Verluste zu minimieren. Dabei sind einige wichtige Grundsätze zu beachten. Zum einen sollte nur mit eigenem Geld spekuliert werden, das nicht zum Lebensunterhalt benötigt wird. Wer einen Kredit aufnimmt oder sich Kapital bei Bekannten leiht, um damit in den Börsenhandel einzusteigen, der landet schnell in der Schuldenfalle oder steht ohne Freunde da.

Zudem raten alle Experten dazu, nie mehr als ein Prozent des Gesamtkapitals auf einen einzigen Trade zu setzen. Die Positionen sollten weit gestreut werden. Das bedeutet, dass das Kapital auf verschiedene Märkte, diverse Branchen sowie unterschiedliche Regionen zu verteilen ist. Nur so wird ein Totalverlust vermieden. Überdies sollte bei jedem Trade eine Stop-Loss-Order eingebaut werden, mit der Positionen im Fall einer Verlustsituation automatisch aufgelöst werden.

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