Stoffherstellung – seit Ewigkeiten Frauensache und Bauernhandwerk

Traditionell war es aufwändig, Pflanzenfasern für die spätere Stoffweberei vorzubereiten. Frauen erwiesen sich dabei als geschickt, wodurch die Leinenherstellung irgendwann als ihre Domäne galt. Der ursprünglich als grob und bäuerlich wertgeschätzte Leinenstoff wird heutzutage auch für elegante Mode verwendet.

Stoffherstellung – seit Ewigkeiten Frauensache und Bauernhandwerk. pixabay.com ©Engin_Akyurt (Creative Commons CC0)

Aufwändige Hanf- und Flachspflege vor dem Weben

Hanf ist auf kargen Böden eine Diva. Ebenso mussten die früheren Flachsäcker von den Frauen regelmäßig gedüngt und bearbeitet werden. War die Ernte im Sommer eingebracht, wurden die langen Pflanzenhalme auf der Fläche eines Dorfweihers oder in andere, meist natürliche Wasserquellen gelegt. Erst nach dem Beginn des Fäulnisprozesses nach einigen Wochen konnte die Ernte abgefischt und getrocknet werden. Weitere Arbeitsschritte waren und sind nötig, bis die gebrochenen Fasern sich wie gewünscht als Textilfaser im Uhrzeigersinn (Flachs) oder gegen den Uhrzeigersinn (Hanf) drehen.

Den dunklen Fleck auf der weißen Weste überwunden

Ein Nebenprodukt von Hanf ist sein Samen. Viele dieser Körnchen enthalten THC, einen psychoaktiven Inhaltsstoff mit gesundheitsschädlicher Wirkung. Allerdings etabliert sich die uralte Nutzpflanze inzwischen mit solchen Arten, die stattdessen CBD enthalten, also beruhigende Cannabidiole. Wer sich solche Cannabissamen kaufen möchte, kann sie sogar zu Superfood verarbeiten. Überwiegend werden die rohen Samen mitsamt Schale in Joghurt oder Müsli gerührt, dem täglichen Smoothie beigemischt oder als Crunch in Salate gestreut. Auf der Suche nach Ernährungsalternativen bekommt Hanf damit positive Bedeutung über die Textilherstellung hinaus.

Verwendungsmöglichkeiten für Hanf als Genussmittel

Vielleicht sind die Männer auf die Idee gekommen, oder die hanfverarbeitenden Frauen gönnten sich ungewöhnliche Arbeitspausen. Sie entdeckten, dass Pflanzenteile des Hanfs bei Hitze ebenfalls beruhigend wirken. Eine moderne Verwendung bei dieser Erkenntnis ist das Verdampfen in E-Zigaretten. Ein paar Gramm Gras oder Samen passen gut in einen Verdampfer vom dutch-headshop.de. In der Pfeife, trocken gedreht als Zigarillo oder fein dosiert im Verdampfer-Rezept gebietet Hanf dem Stressempfinden Einhalt, ohne unnötig zu ermüden.

Frauendomäne Textilbranche

Weiterhin gibt es Jobs, die von Männern dominiert sind und solche, die überwiegend von Frauen ausgeführt werden. Das Hecheln, Sortieren und Verspinnen der Hanf- oder Flachsfasern übernehmen heutzutage Maschinen, die von Männern eingerichtet werden. Der Webprozess und die Qualitätsprüfung bleiben weiterhin Frauendomäne. Allerdings durchmischen sich moderne Berufe im Textilbereich immer stärker, weil Fachkräfte beider Geschlechter die jeweils ungewohnte Tätigkeit für sich entdecken. Das Ergebnis, nämlich edel knitterndes Leinen, strapazierfähig und kleidsam, ist bei traditioneller oder moderner Herstellung immer identisch.

Umweltaspekt der Leinenherstellung

Der Faserrohstoff für Leinen ist ein langlebiges Naturmaterial auch nachhaltigem Anbau. Das Endprodukt ist ebenfalls natürlich, was der oft gereizten Problemhaut von Allergikern entgegenkommt. Als Naturmaterial mit natürlichen Färbemethoden hat Leinen wieder große Bedeutung als alternatives Gewebe für Kleidung, Gebrauchsgegenstände und Wohnaccessoires. Wegen der reißfesten und wetterstabilen Eigenschaften sind auch Leinenprodukte als umweltfreundliche, häufig wiederverwendbare Verpackungen wieder verstärkt im privaten oder großindustriellen Einsatz. Ganz nebenbei steckt in den Fruchtkapseln genug an Nährstoffen und Vitaminen für Nahrungsergänzungen als Gesundheitsbeitrag.

Fazit:
Hanf hat seit Menschengedenken eine große wirtschaftliche Bedeutung. Die ursprünglich aufwändige Gewinnung der Pflanzenfasern für textile Gewebe wird inzwischen von Maschinen schnell und mit gleicher Präzision ausgeführt. Seinen schlechten Ruf als THC-Träger verliert er allmählich wieder durch den verstärkten Anbau von Hanfsorten mit dem wohltuenden, unbedenklichen Wirkstoff CBD.

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