Apps gegen Kopfschmerz und Migräne: Luft nach oben

Kopfschmerz und Migräne sind bekannte Volksleiden – Apps können helfen, damit besser umzugehen. 16 deutschsprachige Kopfschmerz- und Migräne-Apps hat die Stiftung Warentest untersucht. Im Gesamtergebnis schnitt keine App besser als befriedigend ab, vier sind am ehesten zu empfehlen.

Apps gegen Kopfschmerz und Migräne: Luft nach oben. ©Depositphotos

Wer häufig an Kopfschmerz oder Migräne leidet, kann von Apps profitieren. Mit ihrer Schmerztagebuchfunktion können Kopfschmerz- und Migräne-Apps unterstützend zum Arztbesuch Geplagten dabei helfen, dem Grund für die Schmerzen auf die Spur zu kommen. Dauer der Kopfschmerzattacke, genaue Symptome, mögliche Auslöser und eingenommene Medikamente werden damit digital erfasst.

Testkriterien für die Stiftung Warentest waren etwa die Brauchbarkeit der Tagebuchfunktion, die Bedienbarkeit der App und ob es Studien gibt, die den Nutzen belegen. Der Test zeigt: Die Qualität der Apps ist ausbaufähig, keine schneidet besser ab als befriedigend. Einigen mangelt es an Studienbelegen zum Nutzen, keine erhebt ausreichend Daten zur Krankengeschichte der Nutzer:innen.

Die besseren Apps bieten eine Warnfunktion, die sich meldet, wenn Nutzer:innen innerhalb eines Monats an zu vielen Tagen Schmerzmittel genommen haben. Vier Apps im Test sind insgesamt am ehesten zu empfehlen. Sie verpassen knapp das Gesamturteil Gut.

Um das Aufkommen von Kopfschmerzattacken und Migräneanfällen im Vorhinein zu verhindern, stellt die Stiftung Warentest vorbeugende Tipps von Schlafmedizinern und Fachleuten vor (wie etwa zu regelmäßigen Zeiten zu schlafen, keine Mahlzeit auszulassen und dreimal die Woche Ausdauersport zu machen.) Akut Schmerzgeplagten soll mit einer Liste von Medikamenten-Empfehlungen geholfen werden, sich in der Bandbreite der rezeptfreien- und rezeptpflichtigen Arzneien, als letztes Mittel gegen den Schmerz, zurecht zu finden.