Audio-Zubehör-Hersteller verklagt eBay-Händler wegen Bewertungsmanipulation

Skullcandy, der in Park City/USA ansässige Hersteller von Audio-Zubehör und Extremsport-Bekleidung hat Klage Audio-Zubehör-Hersteller verklagt eBay-Händlergegen einen eBay-Händler  eingereicht. In der Klage behauptet SkullCandy, der eBay-Reseller habe  boshaft und verleumderisch negative Bewertungen der Produkte des Unternehmens im Internet hinterlassen.

Der eBay-Reseller soll im Bewertungsprofil von SkullCandy das Unternehmen schlecht gemacht haben, nachdem eBay seine eigenen Auktionen mit den SkullCandy-Produkten beendet hat. Unter verschiedenen Identitäten hat er negatives Feedback im Namen unterschiedlicher Personen hinterlassen. SkullCandy hat die Einträge gesammelt und konnte dem Reseller nachweisen, dass er tatsächlich die negativen Kommentare hinterlassen hat.

Ursprünglich wollte der Reseller, der sein eBay-Business von zu Hause aus führte, Kopfhörer von SkullCandy über eBay verkaufen. Das Unternahm gestattete ihm dies jedoch nicht. Daraufhin erwarb der Angeklagte SkullCandy-Produkte im Wert von 15.000 Dollar, um sie auf eBay zu versteigern. SkullCandy behauptet, der Mann habe für den Verkauf urheberrechtlich geschützte Fotos von der Unternehmenswebseite kopiert und diese für seine Versteigerungen benutzt. Nachdem der Audio-Zubehör-Hersteller eBay über den Copyright-Missbrauch informierte, stoppte eBay die Auktionen des Händlers.

Das wiederum führte dazu, dass der Händler auf der eBay-Seite Skullcandys Kommentare wie „die schlechteste Firma überhaupt“  oder das ist ein schrecklicher Verkäufer: langsamer Versand, sehr schlechter Kundenservice“ hinterließ, so die Anklageschrift.

Obwohl es häufig vorkommt, dass negative Bewertungen abgegeben werden und das alleine auch nicht illegal ist, sagt SkullCandy, dass die Beurteilungen „falsche und irreführende Statements gewesen seien“, die letztendlich zu einem Verkaufsrückgang geführt hätten.

Der Beklagt sagte er habe in der Tat SkullCandy auf ihrer eBay-Webseite kritisieren wollen und seine Kommentare seien durchaus korrekt gewesen. Er erklärt ferner, dass viele seiner Kunden, denen er Skullcandy Produkte verkauft hätte, sich später darüber beschwerten, dass sie leicht kaputt gingen.

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Kategorien: Recht & Sicherheit

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