E-Bikes – Ladengeschäfte und persönliche Empfehlungen sind kaufentscheidend

Der GfK E-Bike Monitor 2021 beleuchtet, wie sich potenzielle Käufer von E-Bikes in Deutschland, Belgien und den Niederlanden informieren und über welche Stationen sie ihre Customer Journey führt. Die aktuellen Daten zeigen, dass persönliche Empfehlungen eine wichtige Informationsquelle sind und Ladengeschäfte nach wie vor einen wichtigen Teil des Kauferlebnisses ausmachen.

E-Bikes – Ladengeschäfte und persönliche Empfehlungen sind kaufentscheidend. pixabay.com ©firebladeguy (Creative Commons CC0)

E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit: Im Durchschnitt werden in Deutschland 40 Kilometer, in den Niederlanden 43 Kilometer und in Belgien 41 Kilometer pro Woche mit einem E-Bike gefahren. Doch die Preise für E-Fahrräder sind in Deutschland durchschnittlich um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Von dem Kauf eines E-Bikes informieren die Kunden sich umfassend. Dabei nutzen sie verschiedene Informationskanäle. Etwa 40 Prozent der Deutschen holen Informationen bei Freunden, Angehörigen und Bekannten ein. Diese sind damit die am häufigsten genutzte Informationsquelle. Darauf folgen die Beratung in physischen Geschäften (35 Prozent) sowie das Internet (34 Prozent).

Für E-Bike-Käufer gehört die Probefahrt dazu

Beim Kauf eines E-Bikes ist eine Probefahrt sehr wichtig. Etwa 90 Prozent der Käufer, die ein physisches Ladengeschäft aufsuchen, unternehmen eine Probefahrt. Das zeigt, dass Ladengeschäfte neben den zahlreichen anderen Informationskanälen nach wie vor eine wichtige Informationsquelle bleiben. Während in Deutschland und Belgien eine breite Palette von Informationsquellen genutzt wird, stehen Ladengeschäfte in den Niederlanden an erster Stelle für die Orientierung der Käufer. In allen drei Ländern suchen Kunden Ladengeschäfte hauptsächlich auf, um das E-Bike auf einer Probefahrt auszuprobieren. In Deutschland unternehmen 57 Prozent der Käufer eine Testfahrt vor dem Kauf, in den Niederlanden sogar mehr als 90 Prozent.

Für Hersteller und Händler bleiben physische Ladengeschäfte daher ein wichtiger Kanal für den Einkaufprozess („Customer Journey“). Auffällig sind die deutlichen Unterschiede bei den Altersgruppen der Kunden und bei der Customer Journey. So testen beispielsweise 82 Prozent der jungen E-Bike-Käufer (18-24 Jahre) ihr Fahrrad vor dem Kauf, während unter älteren Käufergruppen nur ungefähr 50 Prozent eine Testfahrt tätigten. Weitere Informationen u.a. zu einzelnen Altersgruppen, Unterschieden in den Zielgruppen sowie zur Customer Journey bei der Anschaffung eines E-Bikes finden sich im GfK E-Bike Monitor 2021.

Gesellschaft für Konsumforschung
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