Handel mit NFTs – Was ist zu beachten?

Die Non-Fungiblen Token, abgekürzt: NFTs, sind nicht vervielfältigbare Objekte. Das heißt, hier handelt es sich um rein digitale Sammel- bzw. Sammlerobjekte – etwa um Kunstwerke, die nur im digitalen Raum zur Verfügung stehen und nur mit einer Kryptowährung gekauft werden können. Man kann die NFTs zwar nicht anfassen, aber wieder verkaufen und hoffen, dass man einen attraktiven Gewinn einfährt.

Handel mit NFTs – Was ist zu beachten? pixabay.com ©TheDigitalWay (Creative Commons CC0)

Schon im Jahr 2017 hat man die ersten Token im World Wide Web angeboten. Heute, wenige Jahre später, ist der Hype so groß wie noch nie: 2021 hat man im Auktionshaus „Christie’s“ rein digitale Bilder verkauft. Für „Everydays: The First 5000 Days“, erstellt vom Künstler Beeple, wurden 69 Millionen Euro bezahlt. Durch NFTs können digitale Kunstwerke zu Unikaten werden. So gibt es auch schon das eine oder andere Paar, das sein Ehegelübde als NFT auf der Blockchain gespeichert hat.

NFTs: Der Blick hinter die Kulisse

NFTs basieren in der Regel auf dem Tokenstandard von Ethereum: ERC-721. Das heißt, alles spielt sich auf der Blockchain von Ethereum ab, sodass klar ist, dass man vorwiegend mit Ether, der Kryptowährung der Plattform, zu tun hat, wenn man NFTs kaufen will. Wer noch keine Coins der digitalen Währung hat, kann sich über diverse Kryptobörsen einen Zugang verschaffen und in weiterer Folge Euro (bzw. jede Fiatwährung) gegen Ether tauschen.

Auf verschiedenen Online Plattformen kann man NFTs kaufen, sofern man Ether in seiner Wallet hat. Zu den bekanntesten Plattformen gehören FTX, OpenSea, Binance sowie auch Nifty Gateway oder auch Rarible und SuperRare. Dabei ist OpenSea tatsächlich der größte Marktplatz, wen es um digitale Kunstwerke oder Vermögensgegenstände geht. Coinbase hat bereits einen eigenen NFT Marktplatz angekündigt, der zuerst einmal in den USA zur Verfügung stehen soll.

Wie schon erwähnt, kann man auch in Auktionshäusern NFTs kaufen – so etwa in „Christie’s“ sowie bei „Sotheby’s“. Mehr Informationen, wie und wo man NFTs kaufen kann, findet man unter https://www.etf-nachrichten.de/nft/nfts-kaufen/ – es kann sich durchaus lohnen, Geld in NFTs zu stecken.

Das Angebot für den sicherheitsorientierten Anleger: NFT ETF

Denn als der Hype rund um die NFTs im Jahr 2021 so richtig Fahrt aufgenommen hat, begannen auch adidas sowie Disney Sammelkollektionen auf den Markt zu bringen. Und der Megatrend hat natürlich auch Auswirkungen auf die Wall Street gehabt. Hier gibt es nämlich schon den ersten NFT ETF. Dieser ging am 2. Dezember 2021 an der NYSE an den Start und soll Anlegern die Möglichkeit geben, dass man durch den NFT Hype Geld verdienen kann, obwohl nicht selbst aktiv in NFTs investiert wird. Hinter dem börsengehandelten Fonds steckt der ETF Verwalter Defiance, der schon verschiedene Trends abbildet – so etwa Wasserstoff, SPACs oder auch die 5G Technologie.

Jedoch investiert der ETF nicht direkt in NFTs, sondern kauft Anteilsscheine von börsennotierten Konzernen, die am NFT Markt vertreten sind. Auch wenn ETFs ein Angebot für den sicherheitsorientierten Anleger darstellen, so muss man dennoch achtsam sein – sehr wohl gibt es auch hier keine Gewinngarantie. Auch deshalb nicht, weil man heute noch nicht sagen kann, wie sich der Markt tatsächlich entwickeln wird.

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Reichtum durch gezielte Investitionen?

Ob man mit den NFTs reich werden kann? Der Plan, dass man NFTs günstig erwirbt, aufbewahrt bzw. sammelt und zu einem höheren Preis verkauft, kann durchaus aufgehen und dafür sorgen, dass man attraktive Gewinne verbucht. Jedoch darf man das Risiko nicht außer Acht lassen: Wie das bei allen Sammelobjekten ist, muss der Preis nicht automatisch nach oben gehen. Und da es sich um einen noch recht neuen Markt handelt, der seit geraumer Zeit einen Hype erlebt, könnte ein Abflachen des Interesses dazu führen, dass auch mögliche Wertsteigerungen ausbleiben.

Wichtig ist, dass man sich mit dem Risiko vertraut macht, bevor man in NFTs investiert und sich von Anfang an vor Augen hält, dass es immer wieder zu Verlusten kommen kann.

Frank