Ausgaben für Werbung in den sozialen Medien steigen im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent ohne Änderungen beim Engagement

Emplifi hat die Ergebnisse ihrer Analyse der Social-Media-Ausgaben von Tausenden von Marken weltweit für das erste Quartal 2022 veröffentlicht.

Während die Gesamtausgaben für Werbung in den sozialen Medien im ersten Quartal nach einem beeindruckenden Weihnachtsgeschäft zurückgingen, sind sie immer noch deutlich höher als vor einem Jahr. Das Engagement jedoch blieb gleich und ist teilweise sogar rückläufig.

Ausgaben für Werbung in den sozialen Medien steigen im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent ohne Änderungen beim Engagement. pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Den jüngsten Ergebnissen von Emplifi zufolge beliefen sich die durchschnittlichen monatlichen Werbeausgaben pro Unternehmen im ersten Quartal auf 3.631 US-Dollar, was einem Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Höchststand zum Jahresende 2021 entspricht. Dennoch macht das einen Anstieg von fast 21 Prozent gegenüber dem Durchschnitt im ersten Quartal 2021 von knapp über 3.000 US-Dollar aus.

„Marketingverantwortliche betrachten Paid Social Media immer noch als integralen Bestandteil des Marketing-Mix. Außerdem sind sie bereit, einen Aufschlag zu zahlen, um ihre Zielgruppen zu erreichen“, so Emplifi CMO, Zarnaz Arlia. „Trotz des Rückgangs der Werbeausgaben nach der Weihnachtszeit geben Marken immer noch mehr aus als zu dieser Zeit im letzten Jahr, selbst bei stetig sinkenden Klickraten, die jetzt unter 1 Prozent liegen.“

Weitere wichtige Ergebnisse des Berichts:

  • Die Werbebudgets steigen, während die Klickraten sinken. Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben für Werbung steigen von Jahr zu Jahr stetig an, trotz niedrigerer Kosten pro Klick. Nach einem Aufwärtstrend bis 2021 sank der durchschnittliche CPC (cost per click) im ersten Quartal 2022 um 18 Prozent auf rund 0,18 $. Die Klickraten sind im Jahresvergleich ebenfalls leicht gesunken, liegen aber weiterhin bei etwa einem Prozent. 
  • Facebook setzt seine Talfahrt fort. Die durchschnittliche Anzahl der Interaktionen mit Facebook-Beiträgen (Likes, Kommentare, Shares) ging im Jahresvergleich um 17 Prozent zurück. Im Januar 2021 verzeichnete die Plattform einen Median von 6,54 Interaktionen pro 1000 Impressionen. Ein Jahr später war diese Zahl auf 5,44 gesunken. Das ist immer noch besser als Facebooks historischer Tiefstand von 5,03 Interaktionen im vierten Quartal 2021.
  • Instagram hält sich stabil. Im Gegensatz dazu erhalten Instagram-Posts im Median etwas mehr als 32 Interaktionen pro 1.000 Impressionen. Eine Zahl, die im letzten Jahr relativ konstant geblieben ist.
  • Das Posten von vielen Instagram-Story-Slides auf einmal steigert das Engagement. Die Daten von Emplifi deuten auch darauf hin, dass die Veröffentlichung mehrerer Instagram Stories innerhalb eines Fünf-Minuten-Fensters zu niedrigeren Abbruchraten und einer höheren Anzahl von Nutzern führt, die sich die Beiträge erneut ansehen. Die Länge der Videos, die Reihenfolge der Stories und der Zeitpunkt des Postings können sich ebenfalls auf die Absprungraten und das Zurückgreifen auf die Beiträge auswirken.
  • Social Care ist wichtig. Die Reaktion von Marken auf Kundenfragen unterscheidet sich stark zwischen den Plattformen. Auch hier ist Instagram führend: Unternehmen beantworten ein Drittel aller in den Kommentaren hinterlassenen Kundenfragen und haben eine durchschnittliche Antwortzeit von 8,3 Stunden. Auf Facebook wurden 26 Prozent der Fragen beantwortet, ein Rückgang gegenüber 30 Prozent im ersten Quartal 2021. Dazu dauerte es im Schnitt fast 13 Stunden, bis eine Antwort gepostet wurde. Bei Twitter war die durchschnittliche Antwortrate mit 20 Prozent am niedrigsten, dafür lag die Antwortzeit bei nur knapp 3 Stunden.

„Die Antwortquoten auf Instagram und Facebook haben sich im Vergleich zum letzten Quartal verbessert und sind höher als auf Twitter, doch die Reaktionszeiten sie sind immer noch bemerkenswert hoch“, sagt Arlia. „Marken täten gut daran, die Kundenbeziehungen zu stärken, indem sie schneller auf Fragen und Anliegen reagieren. Wenn sie nicht in die Verbesserung der Kundenbetreuung in den sozialen Medien investieren, laufen sie Gefahr, erhebliche Marktanteile zu verlieren“.

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