ifo Geschäftsklima Ostdeutschland steigt merklich (April 2022)

Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmen hat sich im April wieder merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft stieg von 92,8 auf 96,5 Punkte. Ausschlaggebend hierfür war die deutliche Zunahme der Geschäftserwartungen. Die Lageeinschätzungen blieben in etwa auf dem Niveau des Vormonats konstant. Die ostdeutschen Unternehmen scheinen den ersten Schock über den Russischen Angriffskrieg gut verkraftet zu haben.

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Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe ließ der Geschäftsklimaindex im April geringfügig nach. Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftsklage verbesserten sich merklich. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate reduzierten sich spürbar. Die zu jedem Quartalsbeginn erhobene Kapazitätsauslastung blieb mit 84,2 Prozent in etwa konstant (Januar: 84,0 Prozent).

Im ostdeutschen Dienstleistungssektor stieg die Stimmung im April sehr deutlich. Maßgeblich hierfür waren die kräftig gestiegenen Geschäftserwartungen. Die Lageeinschätzungen verbesserten sich ebenfalls leicht. Für diese Entwicklungen dürfte auch die Entspannung der Coronalage verantwortlich sein.

Im ostdeutschen Handel kühlte das Stimmungsbarometer im April abermals ab. Die befragten Handelsunternehmen reduzierten ihre Lageeinschätzungen spürbar. Auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate trübte sich weiter ein.

Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe brach der Geschäftsklimaindex im April abermals ein. Die befragten Bauunternehmen reduzierten sowohl ihre Geschäftserwartungen als auch ihre Lageeinschätzungen sehr deutlich.

ifo Institut