EQOM Group (Amorelie, Beate Uhse) verdoppelt Umsatz auf 212 Millionen Euro

Die kürzlich gegründete EQOM Group, die Erotikgruppe, zu der auch EasyToys, Beate Uhse sowie Amorelie gehört, hat ihren Umsatz im Jahr 2021 auf 212 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Ende 2020 lag der Umsatz noch bei 105 Millionen Euro. Der starke Anstieg des Umsatzes ist zum Teil auf mehrere Akquisitionen in jüngster Zeit zurückzuführen.

EQOM Group (Amorelie, Beate Uhse) verdoppelt Umsatz auf 212 Millionen Euro. pixabay.com ©pixel2013 (Creative Commons CC0)

Das Konsortium wurde 2020 dank einer Finanzspritze der Private-Equity-Gesellschaft Waterland an EDC Retail, die Muttergesellschaft von EasyToys und Beate Uhse, und den Großhändler Eropartner Distribution gebildet. Ziel der Investition ist es, dass beide Parteien ihre Kräfte bündeln, um sich langfristig zu einem Global Player zu entwickeln. Die Tochtergesellschaften erzielten zusammen einen Umsatz von über 129 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg von 21 Prozent im Vergleich zu 2020. Dabei erzielte die EQOM Group den größten Teil ihres Umsatzes auf dem heimischen Markt. Beate Uhse war 2021 die wichtigste aktive Marke in Deutschland, da Amorelie erst am 1.1.2022 in die Gruppe eingetreten ist.

EasyToys war die erfolgreichste Marke der Erotikgruppe: Der Umsatz des größten Erotik-Webshops in den Benelux-Ländern stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent. Auch Beate Uhse konnte ihren Umsatz steigern: Die deutsche Marke verzeichnete ein Wachstum von 34 Prozent.

Anstieg der Stammkunden

Auch die Zahl der Kunden, die von den verschiedenen Online-Shops für Erotikartikel bedient werden, ist im vergangenen Jahr gestiegen. Insgesamt haben im Jahr 2021 über 1,37 Millionen Kunden bei EasyToys, Beate Uhse oder PABO bestellt. Im Vorjahr waren es noch 1,04 Millionen gewesen. Auffallend ist auch, dass ein wachsender Anteil davon wiederkehrende Kunden sind.

Eric Idema, CEO der EQOM Group, berichtet, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr auch Rückschläge aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen musste. Corona zwang die unternehmenseigene Fabrik in China zur vorübergehenden Schließung. Außerdem gab es einen Mangel an Containern, was zu Verzögerungen und einem Anstieg der Transportkosten führte. Auch die im Einsatz befindlichen Container waren vorübergehend von der Blockade im Suezkanal betroffen. „Aufgrund der neuen Lockdowns in China erwarten wir auch in den nächsten zwei Monaten Störungen beim Transport unserer Produkte. Wir reagieren darauf mit verstärktem Einkauf“, sagt Eric Idema.

Kontinuierliches Wachstum

Trotz des gestörten globalen Marktes erwartet der CEO auch für 2022 weiteres Wachstum für die EQOM Group. „Mit dem Ende der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen, gehen die Menschen wieder mehr aus und das Schlafzimmer steht weniger im Fokus. Deshalb rechnen wir nicht mehr mit riesigen Kaufspitzen wie während der Lockdowns. Wir stellen jedoch fest, dass das Interesse an sexuellem Wohlbefinden weiter zunimmt und die Menschen offener mit dem Thema umgehen und ernsthaft in ein genussvolles Sexualleben investieren“, ergänzt Eric Idema.

Des Weiteren rechnet die Organisation mit einem beträchtlichen Wachstum in der kommenden Zeit, da alle neu angeschlossenen Marken die gleiche starke IT-Abteilung nutzen können. Dadurch können die neuen Webshops optimaler funktionieren. Darüber hinaus wird die Erotikgruppe weiterhin nach internationalen Partnern suchen, wie sie es bereits mit der deutschen Amorelie und der norwegischen Kondomeriet getan hat. „Mit einem Umsatz von über 212 Millionen Euro im Jahr 2021 sind wir auf dem besten Weg, unser Ziel für 2025 zu erreichen: einen Umsatz von einer halben Milliarde Euro“, so Eric Idema abschließend.

EQOM-Gruppe
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