Wird Amazons US Shopping-Club MyHabit ein Flop?

Nach vielen Gerüchten startete Amazon gestern in den USA tatsächlich mit seinem privaten Shopping-ClubWird Amazons Shopping-Club MyHabit ein Flop? MyHabit und versucht damit schon etablierte Mitbewerber wie Gilt oder Vente Privée aus dem Rennen zu werfen. Dass allerdings wird laut Pascal-Emmanuel Gobry vom BusinessInsider nicht funktionieren. Gobry findet MyHabit nicht besonders beeindruckend, da eine sehr augenscheinliche Kopie von Vente Privée sei und zudem ohne große Markenhersteller startete.

Auf der einen Ebene sei das nicht weiter schlimm: Das Web ist ein Ort der ständigen Verbesserung und Ausführung. Was zählt, ist nicht wie das Produkt aussieht, wenn es startet, aber was man daraus macht und wie gut man auf die Kundenwünsche eingeht.Aber hier liegt das Problem für Amazon: Die übliche Taktik um Rivalen aus dem Rennen werfen funktioniert hier nicht.

Wie sieht Amazons Technik aus? Unbarmherziges Unterbieten im Preis bis der Konkurrent um Gnade bittet! Diese Technik funktionierte als Amazon mit Quidsi konkurrierte, denen Diapers.com gehörte: Amazon startete zunächst das Moms Programm um mitmischen zu können, aber es zeigte sich, dass der Windelverkauf ein spezielles Gebiet ist. Es müssen große Mengen an Lager sein und der Overnight-Service ist von großer Bedeutung. Amazon Mom ging nicht auf – Diapers.com hingegen wurde immer stärker. Was also machte Amazon? Man drehte mal wieder an der Preisschraube, nach unten wohlgemerkt, und konnte so Quidsi durch Amazons hohe Reichweite unterbieten. Und Schwups- kaufte man den ganzen Laden!

Das aber wird bei Vente Privée oder Gilt niemals klappen. Zum einen stehen die beiden Seiten nicht zum Verkauf, aber viel wichtiger: Bei Luxuswaren-Flash-Sales kann man den Preis nicht unterbieten. Diese speziellen Verkaufsangebote beruhen auf guten Beziehungen zu Markenherstellern, die einem ihre Überhangware zum Verkauf zur Verfügung stellen. Diese kann man dann in einem Bereich verkaufen, in dem man dem Namen der Hersteller keinen Schaden zufügt. Würde Amazon nämlich die gleiche Prada-Tasche, die Gilt.com 40% unter dem regulären Verkaufspreis anbietet, 90% unter Preis anbieten, wird Prada an Amazon keine Ware mehr verkaufen, sondern nur noch an Gilt. Und dagegen kann Amazon nichts tun.

Und im Gegensatz zu Büchern oder anderen Produkten, bei denen die hohe Amazon Reichweite den Verlagshäusern gelegen kommt, reicht den Luxusherstellern die Reichweite von Gilt, Vente Privée oder anderen exklusiven privaten Shopping-Clubs, um ihre Waren an die Frau oder den Mann zu bringen.

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