Was ist Picking and Packing und wie optimiert man es?

Ähnlich wie Tag und Nacht, wie Feuer und Flamme oder wie Salz und Pfeffer, sind Picking und Packing (deutsch: Kommissionierung und Verpackung) zwei sehr unterschiedliche Begriffe, die sich jedoch gegenseitig ergänzen und besser funktionieren, wenn sie Hand in Hand gehen. Beide sind Teil eines entscheidenden Moments im Verkaufsprozess Ihres E-Commerce. Es ist der Moment, in dem Sie die Produkte für den Versand auswählen, sie kennzeichnen, verpacken und personalisieren. Jeder Fehler, der in dieser Phase auftritt, kann weit reichende Folgen haben, wie z.B. die Geringschätzung Ihrer Marke oder große Geldeinbußen.

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Die Abgrenzung beider Konzepte ist nicht sehr eindeutig, sodass sie bei der Organisation der Arbeitsabläufe oft verwechselt werden. Es ist, als ob das eine Konzept die Fortsetzung des anderen ist, sie sich in der Mitte treffen und Gemeinsamkeiten teilen. Die folgenden Hinweise werden Ihnen hoffentlich helfen, das Durcheinander zu beseitigen.

Was bedeutet Kommissionierung (engl: Picking)?

Tatsächlich ist das Wort „Picking“ ein Anglizismus und bedeutet soviel wie „Zusammenstellen“ oder „Kommissionieren„. Es bezieht sich auf den Prozess der Auftragsvorbereitung, bei dem die Produkte an verschiedenen Orten in einem Lagerhaus ausgewählt und zusammengestellt werden, bevor sie verpackt werden. Dies ist ein sehr sensibler Moment, denn jede Nachlässigkeit kann zu erheblichen Fehlern führen, wie z.B. der Auslieferung des falschen Produkts an den Kunden oder dem Versand eines Pakets an die falsche Adresse.

Dieser Teil der Arbeit umfasst 3 Schritte:

  1. Vorbereitung: Datenerfassung, Sortierung der Bestellungen, Vorbereitung von Rollwagen, Trolleys, Paletten und dergleichen.
  2. Zusammenstellen/ Sammeln: Aufsuchen der einzelnen Lagerorte, Suche nach den Produkten und Verladen in den Arbeitsbereich.
  3. Kontrolle: Überprüfung, ob alles in Ordnung ist (Verpackung, Verpacken in Kisten, Verschließen, Wiegen und Etikettieren), Übergabe der Produkte an den Versandbereich und Erstellung der Packliste für den Versanddienstleister.

Was bedeutet Verpackung (engl: Packing)?

Das Wort „packing“ ist ein weiterer Anglizismus, der sich auf den gesamten Prozess des Verpackens und Einpackens von Produkten und die Verpackung bezieht. Dabei sind zwei Punkte besonders zu beachten:

  1. Die Originalität, Qualität und Personalisierung einer Verpackung.
  2. Die Sorgfalt, mit der das Produkt verpackt wird, damit es den Kunden unversehrt erreicht.

Beide Aktionen verleihen Ihrer Marke einen hohen Stellenwert und sorgen dafür, dass sich ein Kunde wieder für Sie entscheidet.

Es gibt drei Level für die Verpackung von Waren.

Die erste grundlegende Verpackung ist das Behältnis für das Produkt, das individuell gestaltet werden kann, um einen Mehrwert zu schaffen: Flaschen, Glasbehälter, Beutel, Doypacks usw., in verschiedenen Materialien und Größen.

Die zweite Verpackung ist das Behältnis, in dem je nach Art der zu transportierenden Ware, insbesondere bei gastronomischen oder zerbrechlichen Produkten, Schutzelemente hinzugefügt werden können. Ihr Hauptziel ist es, das Produkt zu präsentieren, zu kennzeichnen und den Verkauf und/oder die Verwendung des Produkts zu erleichtern, ihm ein gutes visuelles Image zu verleihen und es von konkurrierenden Produkten zu unterscheiden.

Abschließend ist die dritte Verpackung das Behältnis, das zur Lagerung und zum Transport mehrerer Einheiten desselben Produkts dient.

Wie man sie optimiert

Sowohl die Kommissionierung als auch die Verpackung im E-Commerce können manuell erfolgen. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich jedoch für eine Automatisierung, um Fehler zu vermeiden, Zeit zu sparen und Kosten zu senken.

Doch wie kann diese Aufgabe automatisiert werden? Es gibt viele Möglichkeiten. Outvio zum Beispiel ist ein Online-Tool, das mehrere Automatisierungen bietet, sodass Sie die für Ihren eCommerce am besten geeignete Lösung auswählen können.

Sie profitieren von einem logischen und strukturierten Arbeitsablauf, der in 4 Phasen unterteilt ist und es Ihnen ermöglicht, Sendungen effizienter zu bearbeiten und Fehler auf Null zu reduzieren. Eine der 4 Phasen ist die Kommissionierliste, eine Funktionalität, mit der Sie die Produkte in Ihrem Lager auf eine agile und geordnete Weise kommissionieren können. Dabei werden Sie von Ihrem Tablet oder Handy aus mit allen Informationen angeleitet, die Sie benötigen, um die Artikel zu finden (Foto, SKU, Standort im Lager…).

Das System erstellt die Liste automatisch, ohne dass Sie die Daten einzeln in eine Excel-Tabelle übertragen müssen, wodurch Sie viel wertvolle Zeit sparen und kostspielige Fehler vermeiden.

Eine weitere Stufe Ihres Arbeitsablaufs ist die Versandwarteschlange, die es Ihnen ermöglicht, die Produkte in jeder Bestellung zu sehen und ein oder mehrere Pakete mit verschiedenen Größen, den Spediteur und das Abhollager zu wählen, das Ihnen je nach Situation am besten passt. Natürlich können Sie diesen Prozess automatisieren, damit er je nach Auftrag automatisch abgewickelt wird.

Für Geschäfte mit höherem Umsatzvolumen gibt es außerdem die Funktion Scan & Pack, mit der Produkte schnell gescannt werden und am Ende des Prozesses Etiketten gedruckt werden können. Das Wichtigste beim gesamten Prozess der Kommissionierung und Verpackung ist, alles unter Kontrolle zu halten. Ungenaue Bestandslisten und fehlende Informationen über Artikel sind die Hauptgründe für eine erschwerte Kommissionierung.

Wie Sie sehen können, unterscheiden sich Picking und Packing nicht nur in den Buchstaben, sondern unterteilen sich auch in zwei verschiedene Phasen, die für die Abwicklung Ihres E-Commerce notwendig sind. Wir hoffen, dass der Artikel diese Konzepte für Sie verdeutlicht hat und dass Sie auf den Geschmack kommen, Automatisierungs-Vorteile zu nutzen.

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