Black-Friday: Ende der Rekordjagd – Shopping-Tag wandelt sich zu Shopping-Monat

Black-Friday: Ende der Rekordjagd – Shopping-Tag wandelt sich zu Shopping-Monat. pixabay.com ©tigerlily713 (Creative Commons CC0)

Die Jahre, in denen der Black Friday alle Verkaufsrekorde brach, scheinen vorbei. Konsumenten nutzen zunehmend den ganzen November für ihre Schnäppchen-Jagd, während sich der Black Friday auf hohem Niveau stabilisiert. Das ergibt eine Analyse der Umsatzzahlen am Black Friday 2021 von Criteo. Criteo arbeitet mit tausenden nationalen und internationalen Händlern zusammen und ist so in der Lage, aussagekräftige Marktzahlen zum Aktionstag im Online-Handel zu liefern. Die Ergebnisse für Deutschland basieren auf der Auswertung von ca. 1.500 deutschen Händlern aus Branchen wie Mode, Consumer Electronics, Lifestyle oder Home & Garden.

Hier die wesentlichen Ergebnisse:

  • Trotz der Herausforderungen der letzten Monate sind die Deutschen bereits richtig in Shoppinglaune für die bevorstehenden Festtage: Insgesamt tätigten sie zum Black Friday 2021 online 155 Prozent mehr Einkäufe als im Durchschnitt der ersten Novemberwoche.
  • Im Jahresvergleich waren deutsche Konsumenten zurückhaltender als am Black Friday 2020 (19 Prozent weniger Sales als noch 2020).
  • Bei der Betrachtung des gesamten November fallen Spitzen an den Sonntagen sowie zum Singles Day am 11.11. auf, an denen die Verkäufe konstant zwischen 20 Prozent und 40 Prozent höher lagen als in der ersten Novemberwoche. Das zeigt, dass der Singles Day auch hierzulande weiter Fuß fasst.
  • Weltweit zeichnet sich ein ähnliches Trendbild wie in Deutschland ab. Die Sales zum Black Friday lagen in Großbritannien 18 Prozent unter denen des Vorjahrs, in Frankreich nahmen sie um 8 Prozent ab. Relativ stabil zeigen sich die USA mit nur leichten Rückgängen um 3 Prozent.
  • Die deutlichsten Verkaufsspitzen in Deutschland sind in der Kategorie Lifestyle zu beobachten – hier wurden am Black Friday 190 Prozent mehr Verkäufe getätigt als im Schnitt der ersten Novemberwoche. Es folgen Consumer Electronics (+181 %), Freizeitbedarf (+174 %) und Mode (+172 %).

Corinna Hohenleitner, Managing Director DACH bei Criteo, ordnet die Zahlen ein: „2020 hieß es zunächst, im New Normal im Zeichen der Pandemie anzukommen und notwendige Anschaffungen für Home Office und Home Schooling zu tätigen. Neben starken Verkaufsspitzen im Bereich Consumer Electronics sehen wir dieses Jahr deutlich, dass sich die Konsumenten vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen darauf einstellen, erneut mehr Zeit zu Hause zu verbringen. Man möchte es zuhause gemütlich haben und sich selbst etwas Gutes tun.“

Mit Ausblick auf die Entwicklung der nächsten Jahre ergänzt Corinna Hohenleitner: „Konsumenten nutzen immer früher Rabattaktionen einzelner Händler und warten nicht mehr notwendigerweise auf den Black Friday, wenn sie ihr Wunschprodukt zu einem guten Preis gefunden haben. Angesichts der starken Verkaufszahlen schon früher im Monat wird es interessant sein zu sehen, wie Händler im kommenden Jahr ihre Peak Shopping Season gestalten. Erste Aktionen schon im Oktober 2022 würden mich nicht überraschen. “

Methodik

Criteo hat für die Auswertung die Verkäufe von über 10.000 Händlern weltweit, darunter ca. 1.500 in Deutschland, im November 2020 und November 2021 analysiert. Es wurde in beiden Jahren das gleiche Set an Händlern für die Analyse herangezogen.

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