PayPal mit neuer Kooperation: Kann der Deal mit PayPal Tochter Venmo und Amazon das Geschäft wieder ankurbeln?

PayPal bietet für jede digitale Zahlungsart praktische Lösungen an. Dies betrifft Kunden gleichermaßen wie Verkäufer. Die letzten Jahre haben den Zahlungsdienstleister weit voran gebracht und es wurden enorme Zuwächse – nicht nur bei den Börsenkursen – verzeichnet. Der Dienstleister selbst wirbt damit, dass mit ihm das Kaufen und Verkaufen, egal ob geschäftlich oder privat, weltweit sicher und bequem abgewickelt wird. Das unterstreichen auch die Nutzerzahlen, denn mehr als 246 Millionen Menschen rund um den Globus vertrauen auf den Service von PayPal.

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Zahlreiche Shops und Dienstleister im E-Commerce Bereich akzeptieren verschiedenste Zahlungsmethoden. Einige Anbieter haben sich dabei auf PayPal-Zahlungen spezialisiert. PayPal wird von einem Großteil der Kunden vorausgesetzt und ist daher ein Must-Have. Das gilt auch für den Gaming Bereich in all seinen FAcetten. Auch ein Großteil der Gambler, die regelmäßig in digitalen Spielbanken ihr Glück versuchen, suchen zu diesem Zweck nach den besten PayPal Casinos. Damit auch die Einzahlung und Auszahlung der Gewinnbeträge reibungslos, sicher und unkompliziert verläuft. Der Zahlungsdienstleister ist mit Abstand der beliebteste Anbieter, auch wenn es mittlerweile zahlreiche attraktive Alternativen gibt. Ein E-Commerce-Riese hingegen, der bisher auf die Leistungen von PayPal verzichtet hat, ist Amazon. Das soll sich aber ab 2022 ändern. Eine geplante Zusammenarbeit soll den schwächelnden Börsenkurs von PayPal wieder ankurbeln und Amazon um eine attraktive Facette reicher machen.

Geschäft bricht ein

Durch die Ausnahmesituation der letzten Monate gab es einen Online-Shopping-Boom. Einkaufen, Gaming und zahlreiche andere digitale Dienstleistungen verhalfen PayPal zu Rekordzahlen. Der Online-Handel als neuer Vertriebsweg ist für viele Unternehmen nicht mehr weg zu denken. Trotz des deutlichen Umsatzanstiegs im letzten Quartal flaute das Wachstumstempo gegenüber den vorangegangenen Quartalen jedoch spürbar ab. Es lag unter den Erwartungen der Analysten und PayPal senkte außerdem seine Jahresprognose. Momentan laufen die Geschäfte also nicht mehr ganz so rund und bis Ende September 2021 klettern die Erlöse im Jahresvergleich um nur 13 Prozent auf 6,2 Milliarden US-Dollar. Das teilte PayPal am 8. November 2021 nach US-Börsenschluss mit. Der Gewinn legte so um 6 Prozent auf 1,1 US-Milliarden US-Dollar (rund 949 Millionen Euro) zu. Die angekündigte Kooperation mit Amazon ließ die Aktie dennoch steigen.

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Mit PayPal bei Amazon bezahlen?

Das wird ab 2022 über die PayPal Tochtermarke Venmo vorerst nur in den USA möglich sein. Amazon und PayPal verhandeln schon seit 2017 über eine Zusammenarbeit. Nun dürfte es endlich einen Konsens gegeben haben. Mit dieser Entscheidung, die Anfang November bekannt gegeben wurde, macht Amazon einen großen Schritt auf PayPal zu. Ben Volk, Amazons Director of Global Payment Acceptance, äußerte sich dazu in einer Erklärung: „Wir sehen, dass unsere Kunden Optionen und Flexibilität beim Einkaufen bei Amazon wünschen.“ Wer ab nächstem Jahr auf Amazon einkauft, kann das in den USA mit Venmo erledigen. Laut der Venmo-Muttergesellschaft PayPal kann man auf Amazon.com oder mit der Amazon-App mit einem Venmo-Guthaben bezahlen.

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Was ist Venmo und wie funktioniert es?

Venmo wurde 2009 als Startup gegründet und ist eine Peer-to-Peer-Zahlungsplattform des Mutterkonzerns PayPal. Ganz einfach erklärt kann man als Venmo Nutzer Geld senden und empfangen. Der Zahlungsdienstleister stellt sicher, dass eine erfolgreiche Transaktion zwischen zwei Parteien stattfindet. Das alles wird durch eine praktische Smartphone-App ermöglicht. Weitere Facts zu Venmo:

  • Ungefähr zwei Millionen Kunden und Online-Händler
  • Derzeit nur in den USA verfügbar
  • Senden und Anfordern von Geld ist der Hauptfokus der APP
  • Aufteilen von gemeinsamen Rechnungen oder Zahlungen wird mit Venmo zum Kinderspiel.
  • Social Media ist integriert und man kann sich über einen Newsfeed mit Freunden verbinden und interagieren.
  • Man kann die Transaktionen sogar mit Emojis „aufpeppen“.
  • Zahlungen per Siri-Sprachbefehl oder iMessage werden unterstützt.
  • Transaktionsverläufe zwischen einem selbst und den Freunden werden übersichtlich angezeigt.
  • Venmo dominiert in den USA den P2P Zahlungsmarkt.

Auch wenn Venmo und Amazon vorerst nur in den USA zusammenarbeiten, so hat dies den Börsenkurs schon angeheizt. So kann man gespannt sein, wie sich diese Kooperation in den nächsten Jahren entwickeln wird.

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